Chemnitz - Seit Freitag fahren wieder hochbetagte und perfekt in Schuss gehaltene Autos durch Sachsen. Bei der mittlerweile 15. Auflage der "Historic Rallye Erzgebirge" sind Fahrzeuge aus ganz Deutschland vertreten - teilweise sogar aus den 1930er-Jahren.
Wie oft Kay Werner (50) schon an der Rallye teilgenommen hat, kann er nicht mehr sagen. In diesem Jahr fährt der Autonarr mit seiner Frau Daniela in einem DKW F5 Roadster aus dem Jahr 1935.
Werner ist auch andere Rallyes mitgefahren, beteuert aber: "Es ist immer wieder schön, welche neuen Ecken man trotzdem hier in seiner Heimat kennenlernt", erzählt der Plauener Rechtsanwalt.
Dabei gibt es während des Events für die Oldtimer-Fahrer einige Schwierigkeiten zu meistern. "Die Navigation ist eine Herausforderung. Dann natürlich die bergigen Strecken für die kleinen Motoren - und bergab für die alten Bremsen", so Werner.
Er begann die Rallye am Freitag mit der Startnummer eins.
Auch Ordnungsbürgermeister bei Oldtimer-Rallye dabei
Ebenfalls "Wiederholungstäter" ist Detlef Meixner (63). Er nahm bereits 2025 teil. Dieses Jahr ist der ehemalige Unternehmer mit einem 50 Jahre alten Pontiac Trans Am unterwegs. An seiner Seite als Beifahrer navigiert für einen kurzen Streckenabschnitt Ordnungsbürgermeister Knut Kunze (56).
Er gab schon zum dritten Mal das Startzeichen für die Rallye. Warum nimmt er daran teil? "Es bringt auf den Punkt, dass wir Automobilland sind", erklärt Kunze, der eine Lehre zum Werkzeugmacher in einer Automobilfirma absolviert hat.
Ging es am Freitag von Chemnitz über Oberwiesenthal und Marienberg, führt die Route am Samstag über Altenberg und Blockhausen. Während der Fahrten werden verschiedene Wertungsprüfungen durchgeführt. Am Samstagabend erfolgen im Hotel Chemnitzer Hof die Siegerehrungen.
Weitere Infos findet Ihr unter historic-rallye-erzgebirge.com.