Protest in Chemnitz: IG Metall fordert Kehrtwende für Zukunft der Auto-Industrie

Von Andreas Hummel

Chemnitz - Der Chef des IG-Metall-Bezirks Berlin-Brandenburg-Sachsen, Jan Otto, hat den Chefs der deutschen Auto-Industrie schwere Fehler vorgeworfen. "Jahrelang haben die Manager die Trends in der E-Mobilität, Digitalisierung und Batterietechnik verschlafen", kritisierte er bei einer Kundgebung vor dem Motorenwerk von Volkswagen in Chemnitz. "Jetzt wollen sie ihre Belegschaften dafür bezahlen lassen. Das lassen wir nicht zu." 

Jan Otto von der IG Metall richtet seine Kritik an die Manager der deutschen Auto-Industrie. (Archivfoto)  © Christoph Soeder/dpa

Es seien schon Zehntausende Arbeitsplätze vernichtet worden, betonte Otto nach Gewerkschaftsangaben.

"Wir fordern von Arbeitgebern und Politik eine Kehrtwende für eine Zukunft der Auto-Industrie." Dazu brauche es Investitionen in die Zukunft, Innovationen und Qualifizierung. "Es muss Schluss sein mit Kahlschlag, Standortschließungen und Verlagerungen."

Die Gewerkschaft IG Metall hat am Montag bundesweit zu Aktionen unter dem Motto "Zukunft statt Kahlschlag - Zusammenhalt ist unsere stärkste Marke" aufgerufen.

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Dazu zählen interne Betriebsversammlungen in Unternehmen, aktive Mittagspausen, Sternmärsche und öffentliche Kundgebungen. Die Gewerkschaft erwartet, dass sich mehr als 100.000 Menschen beteiligen. 

Dazu ist am Nachmittag auch eine Großkundgebung im Stadtzentrum von Zwickau geplant, zu der laut IG Metall mehrere tausend Menschen erwartet werden. Hintergrund ist, dass die Zukunft der dortigen Autofabrik von VW mit rund 8000 Beschäftigten unklar ist.

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Vor dem Chemnitzer Motorenwerk versammelten sich am Montag mehrere Beschäftigte. Sie demonstrierten im Rahmen des bundesweiten Aktionstages der IG Metall.  © Kristin Schmidt

Nicht nur viele Mitarbeiter des Fahrzeugwerks selbst, sondern auch zahlreiche Beschäftigte von Zulieferfirmen in der Region bangen deswegen um ihre Jobs.

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