Schilder-Wirrwarr auf Autobahnkreuz Chemnitz sorgt für Pendler-Frust
Chemnitz - Die Autobahnbaustelle am Kreuz Chemnitz sorgt für Frust: Die unübersichtliche Beschilderung von Umleitungen und Abfahrten führt zu ungewollten Irrfahrten. Zudem nerven nur Stunden vorher angekündigte Vollsperrungen überraschte Autofahrer.
Jörg Vieweg (55), Vorsitzender des Auto Club Europa im Kreis Sachsen-Süd (ACE) kennt das Problem: "Ich fahre dort auch jeden Tag lang und frage mich, warum eine solche Riesenbaustelle am wichtigsten Autobahnkreuz in Westsachsen nicht vernünftig mit großen Tafeln ausgeschildert wird. Bei einer ähnlichen Baustelle am Hermsdorfer Kreuz geht das doch auch. Vielleicht liegt es daran, dass die Autobahn dort in Richtung München und Nürnberg führt."
Auch die wiederholt überraschend verkündeten Vollsperrungen kritisiert der Verkehrsexperte.
"Das sollte anders möglich sein. Bauabläufe werden normalerweise Wochen im Voraus genau geplant."
Eine Anfrage zum Grund für Minischilder und kurze Vorwarnzeiten ließ die Autobahn GmbH gestern unbeantwortet.
Noch bis Freitag wird die A72 zwischen den Anschlussstellen Hartmannsdorf und Chemnitz-Röhrsdorf in beide Fahrtrichtungen jeweils zwischen 20 Uhr und 4 Uhr wegen Arbeiten an einer Freileitung voll gesperrt. Der Verkehr wird über die Umleitungen U1 und U2 geleitet.
Titelfoto: Bildmontage: Uwe Meinhold (2)
