Umweltschützer in Sorge: Protest gegen neue Fäll-Regeln für Bäume in Chemnitz
Chemnitz - Die Chemnitzer Baumschutz-Satzung ist in die Jahre gekommen und soll überarbeitet werden. Umweltschützer befürchten, die Pläne der Stadtverwaltung könnten den Schutz von Bäumen aufweichen. Deswegen haben sie nun eine Petition ins Leben gerufen.
Die aktuelle Satzung stammt aus dem Jahr 1994. Laut derzeitiger Regelung muss bei einem Stammumfang von mehr als 50 Zentimetern bei der Stadt ein Antrag gestellt werden, um einen Baum zu fällen, erklärt Thorge Babbe (38) vom BUND.
Künftig könnte diese Stammumfangs-Grenze aufgeweicht werden, sodass auch große Bäume ohne Antrag gefällt werden könnten. "Aus unserer Sicht gibt es keine Notwendigkeit, die Regeln zu lockern", erklärt Babbe.
Deshalb wurde eine Petition auf www.buergerbeteiligung.sachsen.de gestartet, die bereits jetzt knapp 1500-mal unterzeichnet wurde und noch bis 24. November läuft.
Darin wird unter anderem gefordert, die bisherigen Stammumfangs-Grenzen nicht anzuheben sowie bisher geschützte Baumarten auch weiterhin zu berücksichtigen.
Am Mittwoch soll die Petition im Ausschuss für Mobilität und Stadtentwicklung behandelt werden und am 11. November im Stadtrat zur Sprache kommen.
Titelfoto: Bildmontage: Uwe Meinhold, Maik Börner, NABU/Nino Micklich
