Stadt Chemnitz kündigt an: Gefährliche Haltestelle soll bis Jahresende entschärft werden

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Chemnitz - Wer an der Haltestelle "Rößlerstraße" in Chemnitz aussteigt, steht auf einem schmalen Bahnsteig. Direkt daneben rauscht der Verkehr vorbei. Kein Geländer, kein Schutz. Doch das soll sich bald ändern. Die Stadt kündigt an, bis zum Jahresende eine Zwischenlösung zu finden.

Die Haltestelle "Rößlerstraße" in Chemnitz: Autos und Transporter rauschen an den Fahrgästen gefährlich nah vorbei.
Die Haltestelle "Rößlerstraße" in Chemnitz: Autos und Transporter rauschen an den Fahrgästen gefährlich nah vorbei.  © Ralph Kunz

Die gefährliche Straßenbahnhaltestelle ist schon seit Längerem ein Thema. Zwar gibt es eine Betriebserlaubnis, doch der Zustand der Haltestelle entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen.

Ursprünglich sollte der Bereich mit dem Ausbau der angrenzenden Annaberger Straße entschärft werden. Doch mittlerweile ist klar, dass die Hauptstraße vorerst nicht saniert wird. Das geht aus einer Ratsanfrage von Stadträtin Susanne Rasch (45, AfD) an Baubürgermeister Thomas Kütter (50, parteilos) hervor.

Das Problem: Es fehlt an Geld. Konkret heißt es: "Nun ist aufgrund der aktuellen Haushaltslage erkennbar, dass Planung und Ausbau der Annaberger Straße kurzfristig nicht in den städtischen Haushalt einordenbar ist, daher ist zügiges Handeln, die Haltestelle betreffend, geboten."

Die Stadt will die Haltestelle also ohne den Ausbau der Annaberger Straße sicherer machen - aber wie? Einfach Geländer anbauen sei nicht möglich, heißt es. Grund dafür ist die geringe Breite des Bahnsteigs.

Dennoch soll bis zum Jahresende zusammen mit der CVAG eine "sichere Zwischenlösung" gefunden werden. Wie diese aussehen soll - unklar.

AfD-Stadträtin Rasch: "Sicherheit der Fahrgäste darf nicht weiter aufgeschoben werden"

Ein, zwei Schritte aus der Bahn - schon befindet man sich direkt an der Annaberger Straße: Stadträtin Susanne Rasch (45, AfD) sorgt sich um die Fahrgäste.
Ein, zwei Schritte aus der Bahn - schon befindet man sich direkt an der Annaberger Straße: Stadträtin Susanne Rasch (45, AfD) sorgt sich um die Fahrgäste.  © Ralph Kunz

Dass die Stadt bis Ende des Jahres handeln möchte, beruhigt Susanne Rasch. Es sei richtig, die Haltestelle jetzt zu entschärfen - und nicht auf die Sanierung der Annaberger Straße zu warten.

Die Stadträtin will dem Rathaus genau auf die Finger schauen. Bis Ende des Jahres soll die Zwischenlösung stehen. "Wir werden sehr genau darauf achten, dass diese Zusage auch eingehalten wird", sagt sie.

Rasch weiter: "Gerade weil die grundhafte Erneuerung der Annaberger Straße auf absehbare Zeit finanziell nicht durchführbar ist, darf die Sicherheit der Fahrgäste nicht weiter aufgeschoben werden."

Titelfoto: Ralph Kunz

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