Gefährliche Haltestelle in Chemnitz soll sicherer werden

Chemnitz - Wer an der Haltestelle Rößlerstraße in Chemnitz aus der Straßenbahn steigt, steht praktisch direkt auf der Hauptstraße. Ohne Schutz, ohne Geländer, ohne Sicherheitsabstand. Besonders heikel: Die Haltestelle auf der Annaberger Straße ist einer der offiziellen ÖPNV-Zugänge zum Spinnbau. Hier steigen regelmäßig Theaterbesucher ein und aus.

An der Haltestelle Rößlerstraße gibt es keine Geländer.
An der Haltestelle Rößlerstraße gibt es keine Geländer.  © Kristin Schmidt

"Die Haltestelle Rößlerstraße befindet sich in einem Zustand, der in keiner Weise dem aktuellen Ausbaustandard für Straßenbahnhaltestellen Rechnung trägt", räumt Baubürgermeister Thomas Kütter (49, parteilos) auf eine Anfrage der AfD-Stadtratsfraktion ein. Der Zustand sei sowohl der CVAG als auch der Stadtverwaltung bekannt.

Immerhin: Eine Lösung ist in Sicht. Die gesamte Annaberger Straße soll langfristig neu gestaltet werden, inklusive einer sicheren Haltestelle. "Da auf dem bestehenden Bahnsteig aufgrund der sehr begrenzten Platzverhältnisse kein Schutzgeländer gebaut werden kann, werden Eingriffe in den angrenzenden Straßenraum erforderlich sein", so Kütter.

Wann genau das passiert, steht allerdings noch in den Sternen. Aktuell laufen nur Voruntersuchungen. "Für den Zielzustand samt dem Ausbau des gesamten Straßenquerschnittes kann noch kein genauer Zeitpunkt benannt werden."

Wer hier aus der Bahn steigt, steht fast auf der Hauptstraße.
Wer hier aus der Bahn steigt, steht fast auf der Hauptstraße.  © Kristin Schmidt
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Thomas Kütter (49, parteilos) ist die Situation bekannt.
Thomas Kütter (49, parteilos) ist die Situation bekannt.  © Ralph Kunz

Dennoch sei laut Kütter das Ziel, noch im Laufe dieses Jahres eine Zwischenlösung zu schaffen, "die zu mehr Sicherheit beitragen soll".

Titelfoto: Kristin Schmidt

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