Chemnitz: Morgen wird im Klinikum gestreikt

Chemnitz – Streik im Klinikum Chemnitz. Am frühen Donnerstag wollen Mitarbeiter des Servicecenters Technik einen Arbeitskampf starten. Es geht um Verhandlungen für einen Tarifvertrag.

Zwei Verhandlungen haben die Arbeitgeber laut Ver.di-Sekretär Robin Rottloff (28) abgelehnt.
Zwei Verhandlungen haben die Arbeitgeber laut Ver.di-Sekretär Robin Rottloff (28) abgelehnt.  © Kristin Schmidt

Zum Streik ruft die Gewerkschaft Ver.di auf. Deren Sekretär Robin Rottloff (28) erklärt: "Das Chemnitzer Klinikum hat zehn Tochterunternehmen ohne Tarifbindung mit meist deutlich niedrigeren Löhnen. Die Beschäftigten fühlen sich ohne Tarifvertrag wie Mitarbeiter zweiter Klasse."

Ver.di habe die Arbeitgeber zweimal zu Verhandlungen über einen Tarifvertrag aufgefordert, zweimal folgte die Ablehnung. "Das Klinikum zwingt uns deshalb zu einem Arbeitskampf", sagt Robin Rottloff. "Die Betroffenen sagen: ein Krankenhaus, eine Belegschaft, ein Tarifvertrag."

Den Anfang macht das Servicecenter Technik. Dort sind rund 80 Mitarbeiter beschäftigt, gut die Hälfte ist in der Gewerkschaft. Ihre Aufgaben sind Instandhaltung, Service und Wartung von Technikeinrichtungen im Klinikum. Dazu gehört auch der Hubschrauber-Landeplatz.

Chemnitz: Diese Chemnitzerin erhofft sich den Titel als beste Hochzeitsfotografin Deutschlands
Chemnitz Lokal Diese Chemnitzerin erhofft sich den Titel als beste Hochzeitsfotografin Deutschlands

Der Streik beginnt am morgigen Donnerstag um 5.30 Uhr. Von 10 bis 12 Uhr ist ein Demozug vom Gewerkschaftshaus in der Augustusburger Straße zum Neumarkt in Chemnitz geplant.

Das Chemnitzer Klinikum hat zehn Tochterunternehmen ohne Tarifbindung.
Das Chemnitzer Klinikum hat zehn Tochterunternehmen ohne Tarifbindung.  © Kristin Schmidt

Vorigen April hatte ein großer Arbeitskampf das Chemnitzer Klinikum getroffen. Damals setzten sich die Beschäftigten mit Ver.di-Hilfe nach mehreren Streikrunden weitgehend durch – Gehälter und Sonderzahlungen stiegen, Prämien und Inflationsausgleich wurden vereinbart. Im Zuge des Streiks mussten Operationen und Therapien verschoben werden.

Titelfoto: Kristin Schmidt

Mehr zum Thema Chemnitz Lokal: