Was wird aus dem Brunnen am Seeberplatz in Chemnitz?
Chemnitz - Am Brunnen auf dem Seeberplatz in Chemnitz wird derzeit gewerkelt: Für das KOSMOS-Festival Ende August soll die stillgelegte Anlage verkehrssicher gemacht werden. Eine Wiederinbetriebnahme ist dagegen nicht geplant.
Das geht aus einer Ratsanfrage von Joseph Israel (27, Grüne) hervor. Demnach wird die Anlage vor dem Festival so gesichert, dass keine Gefahr für Besucher besteht. Dabei geht es vor allem darum, lockere Platten wieder zu befestigen.
Darüber hinaus gibt es jedoch weiterhin keine Perspektive: "Der Brunnen soll nicht in Betrieb genommen werden", stellt Baubürgermeister Thomas Kütter (50, parteilos) klar.
Eine Sanierung wäre mit Kosten verbunden, "die einem Neubau gleichkommen". Auf TAG24-Nachfrage nennt die Stadt eine Summe von schätzungsweise mindestens 250.000 Euro.
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Die Wiederinbetriebnahme scheitert aber auch an rechtlichen Fragen. Der Seeberplatz ist Privatgelände und öffentlich gewidmet, der Brunnenbetrieb ist davon laut Kütter aber ausgenommen. Ein früherer Vertrag zwischen der Stadt und dem damaligen Eigentümer regelte den Betrieb - der Eigentümer ist inzwischen allerdings ein anderer.
Trotzdem soll der Brunnen vorerst nicht abgerissen werden. Auch das wäre laut Stadt zu teuer.
Titelfoto: Kristin Schmidt