Wie anno dazumal! Chemnitzer Tierpark eröffnet Bauernhof - wie 1883

Chemnitz - Es gibt Neues im Chemnitzer Tierpark zu entdecken: Ab Dienstag hat das "Bauernhoferlebnis 1883" geöffnet. Auf mehr als 6000 Quadratmetern können Familien jetzt hautnah erleben, wie Landwirtschaft und Tierhaltung früher funktionierten.

Silke Weiser, amtierende Tierpark-Leiterin, und Thomas Paarmann (58) von den "Tierparkfreunden Chemnitz"  © Kristin Schmidt

Herzstück der Anlage auf dem ehemaligen Viehhof ist ein Dreiseitenhof mit Scheune und zwei Stallungen. Das Gelände wurde naturnah gestaltet und erinnert an einen alten Bauernhof aus dem 19. Jahrhundert.

"Es ist ein bisschen wie 1883, aber nicht zu viel", sagt der Vorsitzende des Fördervereins "Tierparkfreunde Chemnitz", Thomas Paarmann (58).

Sein Highlight ist die Scheune. Denn dort können Besucher einen Rundgang erklimmen und an verschiedenen Stationen das frühere Bauernleben entdecken. "Wir wollen zeigen, wie Landwirtschaft funktioniert und welche Tiere früher auf den Höfen zu Hause waren."

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Neben der Scheune wohnen Rinder der Art Vogtländisches Rotvieh. "Wir halten hier historische, regionale Haustierrassen", erklärt Paarmann.

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In einem Streichelgehege treffen Besucher auf Erzgebirgsziegen.  © Kristin Schmidt
Kindergartenkinder betrachten das Vogtländer Rotvieh.  © Kristin Schmidt

Schweinchen im Auto abgeholt

Die Sattelschwein-Ferkel hat Thomas Paarmann selbst nach Chemnitz gefahren.  © Kristin Schmidt

Neben dem Rotvieh gibt es Sattelschweine und Erzgebirgsziegen. Die noch kleinen Sattelschweine holte Paarmann mit seinem Auto ab: "Ich habe sie in einer großen Hundebox transportiert", erinnert er sich.

Obwohl sie vor der Autofahrt wie verrückt quiekten, war auf der Straße alles ruhig. "Es hat viel Spaß gemacht, mit den zweien über die Autobahn zu fahren." Und das Auto? Wurde nicht zum Schweinestall, sondern blieb sauber.

Aktuell steht der Erlebnisbauernhof neben dem Tierpark. "Perspektivisch wollen wir ihn als Teil des neuen Eingangsbereiches integrieren", sagt Paarmann.

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Rund 700.000 Euro kostete das Projekt. Finanziert wurde es mit PMO-Mitteln (Ex-SED-Vermögen) des Sächsischen Landtages sowie zahlreichen Spenden.

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