Zu gefährlich: Stadt Chemnitz will Bröckel-Brücke abreißen

Chemnitz - Bröckelalarm im Chemnitzer Stadtteil Furth! Dort muss die massiv beschädigte Brücke schleunigst abgerissen werden. Sie stellt eine Gefahr für die darunter befindliche Bahnstrecke nach Riesa dar, erklärt Tiefbau-Amtsleiter Bernd Gregorzyk (65).

Die Brücke über der Bahnstrecke nach Riesa stellt eine Gefahr für den darunter stattfindenden Schienenverkehr dar.
Die Brücke über der Bahnstrecke nach Riesa stellt eine Gefahr für den darunter stattfindenden Schienenverkehr dar.  © Ralph Kunz

"In der Vergangenheit hatten wir schon größere Abplatzungen oder Steinschläge gehabt", erklärt der 65-Jährige zum 120 Jahre alten Bauwerk. Eine Erneuerung beziehungsweise Sanierung der "Problem-Brücke" sei somit dringend erforderlich.

Jedoch plädiert das Tiefbauamt für einen Abriss. Sanierung und Unterhaltskosten würden in keinem Verhältnis zum Nutzen des Bauwerks stehen.

Denn Straßen verbindet die Brücke nicht. Jedoch wird sie von Landwirten und dem dortigen Kleingartenverein "Heimaterde" genutzt: "Wir haben uns mit der Stadt geeinigt, dass der Adalbert-Stifter-Weg als weitere Zufahrt ausgebaut wird", erklärt Jens Hahn, Vorsitzender des Gartenvereins "Heimaterde".

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"Wichtiger für uns war in der Vergangenheit eine andere Brücke, die direkt in unsere Gärten führte. Diese wurde vor einigen Jahren ersatzlos abgerissen."

Im Kosten-Nutzen-Verhältnis ist der Abriss der Brücke das einzig Vernünftige, erklärt Tiefbauamts-Chef Bernd Gregorzyk (65).
Im Kosten-Nutzen-Verhältnis ist der Abriss der Brücke das einzig Vernünftige, erklärt Tiefbauamts-Chef Bernd Gregorzyk (65).  © Kristin Schmidt

Das Vorhaben mit einem Kostenvolumen von rund 900.000 Euro muss am Dienstag noch vom Stadtrat abgesegnet werden, bevor mit den vorbereitenden Baumaßnahmen begonnen werden kann.

Titelfoto: Ralph Kunz

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