Chemnitz - In Chemnitz sind noch 298 Ausbildungsplätze unbesetzt. Kurzentschlossene können auch im September und Oktober noch eine Ausbildung beginnen. "Selbst im Oktober stellen Ausbildungsbetriebe noch ein", sagt Andreas Herrmann (67) von der IG BAU Südwestsachsen. Wer 2027 starten will, sollte sich ebenfalls jetzt bewerben.
"Mit Beginn des letzten Schuljahres sollte man in die Bewerbungsphase starten", sagt Eric Bader (32) von der Agentur für Arbeit. Insgesamt wurden in Chemnitz 1106 Ausbildungsstellen gemeldet, 174 weniger als im Vorjahr. Gleichzeitig gibt es 1222 Bewerber. 436 Jugendliche haben noch keinen Ausbildungsvertrag.
Um Jugendliche und Unternehmen zusammenzubringen, setzen Chemnitzer Arbeitgeber auf neue Formate.
Am 29. August findet erstmals in Kooperation mit der IHK, HWK, dem Industrieverein Sachsen und dem Wirtschaftsbereich der Stadt Chemnitz ein "Wirtschafts-Hub" mitten auf dem neuen "Kosmos"-Gelände zwischen Hartmannhalle und Hartmannfabrik statt.
Bis zu 40 Unternehmen laden zu Gesprächen und Mitmach-Aktionen rund um die Arbeits- und Wirtschaftswelt der Stadt ein. Bewerbung zwischen Bier und Bratwurst, sozusagen.
Auch OB Schulze begrüßt neue Bewerbungs-Formate
"Wir müssen uns mehr um Leute bemühen als vorher", erklärt OB Sven Schulze (54, SPD). Statt auf einer klassischen Messe sollen Jugendliche Unternehmen und Berufe praktisch kennenlernen. "Es ist wichtig, auf eine niedrigschwellige Art und Weise zu zeigen, was es gibt und was da geht."
Auch beim Speed-Dating in der Parkeisenbahn können Jugendliche Kontakte zu Arbeitgebern knüpfen. Kommenden Montag von 14 bis 17 Uhr sind 19 Unternehmen im Küchwald dabei. Bis zu drei Gespräche sind pro Interessent möglich.
Auch die Berufsberatung der Agentur für Arbeit ist vor Ort. Anmeldung könnt Ihr Euch unter eveeno.com/speedconnectchemnitz.