Neue Motoren im Chemnitzer Kraftwerk starten in Probebetrieb

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Chemnitz - Kohleausstieg bis 2024 - wie die Eins Energie das schaffen will, schaute sich Sachsens Energieminister Wolfram Günther (49, Grüne) am Montag im Kraftwerk Nord in Chemnitz an. Am Ende der Gespräche war der Minister zufrieden: "Eins geht den Weg sehr konsequent!"

Besichtigung eines neuen Gasmotors (v.l.): Inbetriebnahmeleiter Lukas Gut, Roland Warner und Wolfram Günther.
Besichtigung eines neuen Gasmotors (v.l.): Inbetriebnahmeleiter Lukas Gut, Roland Warner und Wolfram Günther.  © Uwe Meinhold

Zuvor zeigten ihm Eins-Chef Roland Warner (59) und der Projektleiter Wärme, Tino Schlemmer (56), den Motor 1 des neuen Motorenkraftwerks. Im März soll der Probebetrieb anlaufen.

"Danach werden die Motoren den Löwenanteil der Strom- und Wärmeversorgung übernehmen", sagt Roland Warner.

Sieben Motoren stehen im HKW Nord, fünf in Altchemnitz. Zusammen erzeugen sie 151 Megawatt Strom und 138 Megawatt Wärme.

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Verbrannt wird Erdgas, vor allem aus Norwegen, "aber wir könnten Methan und bis zu 20 Prozent Wasserstoff zusetzen", erklärte der Eins-Chef dem Minister. Die fehlende Energie liefern aktuell zwei Kohleblöcke.

Die werden bald ersetzt durch je 100 Megawatt Wärme aus Gasheizkesseln im HKW Nord und in Altchemnitz plus 25 Megawatt Solar- und Windstrom aus der Region plus 20 Megawatt Power-to-Heat (Wärme durch Strom) plus Müllkraftwerk und Klärschlammverbrennung an der Blankenburgstraße plus Holzheizkraftwerk in Siegmar ab 2025. Gesamtinvestition: rund 420 Millionen Euro.

"Die Esse bleibt auf jeden Fall bis 2030": Das versprach Eins-Chef Roland Warner (59, l.) dem Energieminister Wolfram Günther (49, Grüne).
"Die Esse bleibt auf jeden Fall bis 2030": Das versprach Eins-Chef Roland Warner (59, l.) dem Energieminister Wolfram Günther (49, Grüne).  © Uwe Meinhold
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Richtet die Gasmotoren ein: Oberbauleiter Frank Sydow (62) vom Hersteller MAN.
Richtet die Gasmotoren ein: Oberbauleiter Frank Sydow (62) vom Hersteller MAN.  © Uwe Meinhold

Wolfram Günther lobte den Mix: "Die Energiewende besteht aus vielen Komponenten. Erneuerbare Energie aus Sonne und Wind sind besonders wichtig. Deshalb wollen wir in Sachsen bereits 2027 zwei Prozent der Flächen für Wind nutzen, im Bund wird das Ziel erst 2030 angestrebt."

Titelfoto: Uwe Meinhold

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