Chemnitz - Erst der Gestank, dann die Abwasserwerte - und jetzt auch noch die Altlasten-Frage. Rund um die Baufeld/Puraglobe-Raffinerie in Klaffenbach wird der Fall immer unübersichtlicher. Seit Jahren klagen Anwohner der Chemnitzer Straße über üble Gerüche. Doch woher der Gestank wirklich kommt, ist offiziell weiter offen.
Inzwischen rückt ein weiterer Punkt in den Fokus: Was steckt noch im Boden und im Grundwasser? Der Standort hat eine lange industrielle Vorgeschichte.
Bereits 2015 wurde bekannt, dass in Klaffenbach und im benachbarten Neukirchen Altlasten aus der früheren Benzinfabrik eine Rolle spielten. Damals ging es um Rückstände aus alten Produktionszeiten, um belastete Flächen und um teure Sanierung.
Die Landesdirektion Sachsen (LDS) beschwichtigt auf TAG24-Anfrage: Zu dem Gelände "ist im Sächsischen Altlastenkataster eingetragen, dass die Sanierung abgeschlossen ist".
Doch vom Tisch ist das Thema nicht. Das Rathaus muss einräumen: "Wegen der laufenden gewerblichen Nutzung und Bebauung konnten Bereiche unterhalb von Gebäuden und Anlagen nicht detailliert untersucht und 2015/2016 nicht saniert werden. Hier können noch vereinzelte Schadstoffherde im Untergrund vorhanden sein."
Während die LDS von einer "Überwachung des Grundwassers" durch die Stadt Chemnitz ausgeht, heißt es von hier: "Gegenwärtig findet keine Grundwasserüberwachung statt."