Busse gegen Blackout: Grüne wollen Chemnitzer E-Flotte anzapfen

Chemnitz - Ein Linienbus als riesige Powerbank? Die Grünen im Chemnitzer Stadtrat wollen Elektrobusse bei einem möglichen Blackout als Stromlieferanten für Feuerwehrwachen oder Krankenhausabteilungen fit machen.

Joseph Israel (27, Grüne) will, dass Chemnitz beim Umstieg auf Elektrobusse deren Einsatz als Notstromhelfer gleich mitdenkt.  © Uwe Meinhold

Stadtrat Joseph Israel (27) will die Idee beim Kauf neuer Fahrzeuge mitdenken. "Andere Städte haben da längst Erfahrungen", begründet Israel den Vorstoß.

"Es ist schade, dass Chemnitz damit so lange gewartet hat." Helfen könnten die rollenden Akkus etwa dort, wo ein eigenes Notstromaggregat fehlt. Dafür müsste Strom nicht nur in den Bus fließen können, "sondern auch vom Bus zurück ins Gebäude", erklärt er.

Bislang testet die CVAG einen Ikarus 120e: Der Elektrobus fährt bis April 2028 "auf Probe". Getestet werden laut CVAG Stromverbrauch, Ladezeiten und die Tauglichkeit bei unterschiedlichem Wetter.

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Das Rathaus tritt allerdings auf die Bremse: "Ob bei einem Stromausfall Elektrobusse verfügbar sind, ist nicht zuverlässig zu planen", heißt es. Zusätzliche digitale Schnittstellen könnten neue Angriffsmöglichkeiten für Hacker schaffen.

Krankenhäuser und Berufsfeuerwehr hätten meist schon fest installierte Notstromanlagen, die sofort einspringen.

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Seit November 2025 testet die CVAG einen Elektrobus.  © Ralph Kunz

Die Grünen wollen zunächst klären lassen, welche Gebäude infrage kommen, wie viele Fahrzeuge gebraucht werden und welche Technik nötig wäre. Der Stadtrat entscheidet am 9. September.

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