Chemnitz halbiert Ausgaben: Drastische Kürzung bei Flüchtlings-Sozialarbeit

Chemnitz - In die steigenden Flüchtlingszahlen platzt die Stadt Chemnitz mit einer drastischen Kürzung: Ab 2023 wird die Flüchtlings-Sozialarbeit von 1,42 Millionen auf 729.000 Euro halbiert. Protest kommt aus der Grünen-Fraktion.

Andreas Wolf-Kather (47, Vosi) und Katharina Weyandt (62, Grüne) wehren sich gegen die Kürzung der Flüchtlings-Sozialarbeit.
Andreas Wolf-Kather (47, Vosi) und Katharina Weyandt (62, Grüne) wehren sich gegen die Kürzung der Flüchtlings-Sozialarbeit.  © Maik Börner

Für Andreas Wolf-Kather (47, Wählergemeinschaft Vosi) ist dieser Plan "eine Achtlosigkeit". Seine Forderung ans Rathaus: "Das darf nicht das Schlusswort sein."

Neuankömmlinge sollten von der Stadt Unterstützung erfahren, um in der Mitte der Gesellschaft einen Platz zu finden.

Dass dazu Sozialarbeit gehört, sieht die Verwaltung ein: "Soziale Beratung und Betreuung von Geflüchteten ist eine wesentliche Aufgabe im Rahmen der sozialen und strukturellen Integration."

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Gekürzt werde vor allem der Zeitraum der Beratung auf sechs Monate nach Ankunft in Chemnitz.

Wolf-Kather entgegnet, dass sich die Verwaltung um zusätzliche Mittel bemühen müsse. Dem stimmt Katharina Weyandt (62, Grüne) zu: "Die Stadt kürzt an der falschen Stelle. Das müssen wir in den Haushaltsberatungen angehen."

Titelfoto: Maik Börner

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