Hellweg pleite, Belegschaft schreibt Brandbrief: "Wir wollen arbeiten!"

Chemnitz - Im Hellweg-Baumarkt an der Zschopauer Straße in Chemnitz läuft der Räumungsverkauf. Doch die fast 30 Beschäftigten wollen ihren Markt nicht kampflos aufgeben. Mit einem offenen Brief wenden sie sich an OB Sven Schulze (54, SPD) und mögliche Investoren. Ihre Botschaft: "Wir wollen arbeiten!"

Die Hellweg-Beschäftigten in der Zschopauer Straße wollen das Aus für "ihren" Markt nicht hinnehmen.  © privat

"Wir sind mehr als nur eine Zeile in einer Insolvenztabelle", schreiben die Mitarbeiter. Unter dem Brief stehen zahlreiche handschriftliche Unterschriften aus der Belegschaft.

Das Team wirbt mit seiner Erfahrung und seinen Stammkunden um einen neuen Betreiber. Der müsste keine Belegschaft erst zusammensuchen, sondern könnte mit den vorhandenen Mitarbeitern weitermachen.

An die Stadt richtet sich die Bitte, ihre Kontakte bei der Investorensuche zu nutzen und mit den Eigentümern der Immobilie zu sprechen. Denn aus Sicht der Beschäftigten könnten Übernahmen an "zu hohen Mieten" scheitern.

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Die Wut über die Lage ist spürbar, die Hoffnung aber noch nicht weg. "Wir kämpfen für unsere Zukunft!", endet der Brief. Den Mitarbeitern wurde vorsorglich gekündigt.

Findet sich bis Ende November niemand, der den Standort übernimmt, wird das eingespielte Team auseinander gerissen.

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Über dem Eingang heißt Hellweg seine Kunden noch willkommen. Davor verkündet ein pinkes Banner bereits: "Wir schließen diesen Markt."  © Uwe Meinhold

Für keinen der sechs sächsischen Hellweg-Märkte (außer Chemnitz in Delitzsch, Freiberg, Leipzig, Rodewisch und Zwickau) war zuletzt eine Übernahmelösung bekannt.

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