Jahresbilanz mit Lücken: Chemnitzer Rathaus nimmt mehr durch Parkgebühren ein
Chemnitz - Knapp zwei Millionen Euro Parkgebühren hat Chemnitz 2025 eingenommen - rund 180.000 Euro mehr als im Vorjahr: Das geht aus der Antwort von Baubürgermeister Thomas Kütter (50, parteilos) auf eine Ratsanfrage von CDU/FDP hervor.
Doch bei Knöllchen und Beschwerden hat die Rathausbilanz Lücken: Wie viele Bescheide wegen fehlender Parkscheine oder überzogener Parkzeit verschickt wurden, kann die Stadt nicht auflisten.
Die Fälle werden statistisch weder nach diesen Verstößen noch nach Parkgebieten aufgeschlüsselt. Dasselbe gilt für Einsprüche und deren Erfolg.
Auch die Bearbeitungszeiten werden nicht erfasst. Was allein das Personal für die Parkscheinkontrollen kostet, lässt sich laut Stadt nicht getrennt berechnen: Die Beschäftigten erledigen auch andere Aufgaben.
Und Beschwerden über die Bezahlmöglichkeiten? Davon seien nur wenige bekannt. Kütter räumt allerdings ein: "Die konkrete Anzahl wird nicht erfasst."
Unterdessen plant die Stadt 99 zusätzliche Parkscheinautomaten – und keiner soll Münzen schlucken! Dafür sind knapp 600.000 Euro vorgesehen. Die Geräte sollen in Teilen des Kaßbergs sowie in den innenstadtnahen Bereichen an der Zwickauer und Annaberger Straße aufgestellt werden.
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Bislang nehmen 171 der 191 städtischen Automaten noch Münzen an. Wechselgeld gibt dabei allerdings keiner von ihnen heraus.
Titelfoto: Ralph Kunz (2)
