Stadtratssitzung in Chemnitz: Höhere Gebühren für Stadtbibliothek
Chemnitz - Am Mittwoch treffen sich die Chemnitzer Stadträte wieder im Rathaus. Wir halten Euch hier zu den wichtigsten Entscheidungen auf dem Laufenden.
Mit einer Gedenkminute hat der Stadtrat am Anfang der Sitzung Abschied von Alt-OB Eberhard Langer (Linke) genommen, der am Samstag im Alter von 92 Jahren gestorben war.
Bürgermeister Ralph Burghart (56, CDU), der die Sitzung für OB Sven Schulze (54, SPD) eröffnete, erinnerte daran, dass Langer als letzter OB von Karl-Marx-Stadt 1989 den Dialog mit Bürgervertretern suchte und 1990 die Befragung zur Rückbenennung in Chemnitz einleitete: "Er hatte einen nicht unerheblichen Anteil daran, dass die Wende friedlich blieb."
Der CFC sei Langers "uneheliches Kind" gewesen: "Es war immer eine Freude zu sehen, wie er für seine Stadt gebrannt hat", sagte Burghart. Im Rathaus liegt bis zum 19. September ein Kondolenzbuch aus.
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16.05 Uhr: Stadtbibliothek wird teurer
Zum 1. November wird es in der Stadtbibo teurer. Mit großer Mehrheit hat der Stadtrat den Weg für eine Gebührenerhöhung frei gemacht.
Die normale Jahreskarte kostet für Erwachsene künftig 25 statt 23 Euro, das Abo 22 statt 20 Euro. Familien zahlen 35 statt 33 Euro.
Die Bibo-Leitung hatte zuvor das Verhalten der Nutzer genau untersucht.
Das Ergebnis: Abos waren in den vergangenen Jahren stetig beliebter geworden.
15.52 Uhr: Termin für die nächste Oberbürgermeisterwahl steht
Der Termin für die nächste Oberbürgermeisterwahl steht: Die Chemnitzer entscheiden am 5. September 2027 über das nächste Stadtoberhaupt.
Der Stadtrat beschloss den Wahltermin einstimmig.
Erreicht keiner der Bewerber die nötige Mehrheit, folgt am 26. September ein zweiter Wahlgang.
15.42 Uhr: Einzug des rechtsextremen Aktivisten Yves Rahmel (45) ins Stadtparlament vorerst verhindert
Der Stadtrat hat den Einzug des rechtsextremen Aktivisten Yves Rahmel (45) ins Stadtparlament vorerst verhindert.
Mit 17 Ja- und 31 Nein-Stimmen lehnte das Gremium die Vorlage ab, das Ausscheiden von Karl Kohlmann (79, Pro Chemnitz/Freie Sachsen) aus wichtigem Grund anzuerkennen.
Damit bleibt Kohlmann zunächst Stadtrat und Rahmel kann nicht wie geplant als nächster Ersatzbewerber nachrücken.
Der frühere Betreiber des Rechtsrock-Labels PC Records hatte bei der Kommunalwahl 2024 insgesamt 590 Stimmen erhalten und wäre für Kohlmann nachgerückt.
Titelfoto: Kristin Schmidt
