Tödlicher Straßenbahn-Unfall in Chemnitz: An der Stolli hat es schon einmal gekracht
Chemnitz - Wie konnte dieses Unglück passieren? Nach dem tödlichen Straßenbahnunfall am Montag auf der Stollberger Straße in Chemnitz sucht die Polizei jetzt nach Zeugen.
Der Unfall ereignete sich am Fußgängerübergang in Höhe der Dr.-Salvador-Allende-Straße. "Nach dem derzeitigen Kenntnisstand überquerte der 30-Jährige unvermittelt die Bahngleise an der dortigen Fußgängerampel in Richtung Dr.-Salvador-Allende-Straße", teilte die Polizei mit.
Dabei wurde der Mann von einer Straßenbahn erfasst und starb noch vor Ort. Die Ermittler suchen Personen, die den Unfall beobachtet haben. Besonders wichtig sind Hinweise zum genauen Hergang und zur Ampelschaltung. Wer etwas gesehen hat, kann sich unter der Telefonnummer 0371/87400 bei der Polizei melden.
Obwohl es an der Stelle bereits zuvor einen schweren Tram-Unfall gab, handelt es sich laut Polizei nicht um eine Unfallhäufungsstelle.
"Im aktuellen Jahr 2026 wurde an diesem Knotenpunkt ein weiterer Straßenverkehrsunfall statistisch erfasst", teilte die Polizei mit. Dabei war im Juni eine 87-Jährige von einer Straßenbahn erfasst worden. Die Seniorin wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht.
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Als Unfallhäufungsstelle gilt ein Bereich erst, wenn bestimmte Schwellenwerte erreicht werden. Um als leichte Unfallhäufungsstelle eingestuft zu werden, müssen an einer Kreuzung mindestens fünf Unfälle des gleichen Typs innerhalb von zwölf Monaten passieren.
Titelfoto: Jan Härtel/Chempic
