Erleichterung in Dresden: Wichtige Verkehrsader nach einem Jahr Baustelle endlich wieder frei

Dresden - Freie Fahrt auf der Lübecker Straße: Nach einem Jahr Bauzeit wurde die wichtige Verbindung in Dresden-Cotta wieder für den Verkehr geöffnet. Was für viele Autofahrer, Anwohner und Händler wie eine kleine Erlösung wirkt, war allerdings ein Kraftakt unter und über der Straße, bei dem die überalterte Infrastruktur einmal auf links gedreht wurde.

Die Lübecker Straße ist für Cotta eine der wichtigsten Straßen für Bahn- und Autoverkehr.  © Ove Landgraf

Nun fährt auch die Straßenbahnlinie 12 wieder regulär zwischen Striesen und Leutewitz. "Für uns ist das gut und wichtig. Da haben sich ganz viele Anwohner geäußert und gefragt, wann es wie weitergeht", sagt Stadtbezirksamtsleiter Lars Fiebig (45).

Klar ist aber auch: Entspannung gibt es nur bedingt. "Die Situation bleibt angespannt, vor allem weil die Baustelle auf der Hamburger Straße ein riesiges Projekt ist". Dort wird bis 2029 gebaut.

Die Arbeiten auf der Lübecker Straße hatten es in sich: Auf rund 530 Metern wurde alles komplett erneuert – von der Fahrbahn bis zu den Versorgungsleitungen. Besonders brisant: Der Gleisunterbau stammte noch aus den 1940er Jahren und war damit das älteste und zugleich schlechteste Element im DVB-Netz.

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Die Bauarbeiten erfolgten größtenteils unter Vollsperrung. "Das war für Anwohner nicht einfach, aber für uns die Möglichkeit, schneller fertig zu werden", so DVB-Mobilitätsvorstand Andreas Hemmersbach (58).

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Am Freitag wurden noch die letzten Arbeiten durchgeführt und sauber gemacht.  © Ove Landgraf
DVB-Mobilitätsvorstand Andreas Hemmersbach (58) freut sich, dass alles wieder mit Ruhe und Ordnung zugeht.  © Ove Landgraf
Jetzt kann auch die Haltestelle Altcotta wieder normal angefahren werden.  © Ove Landgraf

Für über 9 Millionen Euro: Lübecker Straße komplett erneuert

Auch Arbeiten an der Oberleitung wurden durchgeführt.  © Ove Landgraf

Unter der Erde lief parallel ein komplexes Infrastrukturprojekt. Es wurde an den Trink- und Abwasser, Fernwärme sowie Gas- und Stromnetzen gearbeitet.

Gleichzeitig wurde die Grundlage für die Zukunft gelegt: "Durch den Ausbau kann die Fernwärme künftig bis nach Löbtau erweitert werden", erklärt SachsenEnergie-Projektleiter David Falkenberg (39).

Die Baustelle war ein Gemeinschaftsprojekt mehrerer Partner und kostete insgesamt rund 9,1 Millionen Euro, davon entfielen 6,9 Millionen Euro auf die DVB.

Stadtbezirksamtsleiter Lars Fiebig (45) ist froh über die fertige Baustelle.  © Ove Landgraf

Ursprünglich sollte bereits Mitte Februar alles fertig sein, doch Probleme im Untergrund und ein langer Winter sorgten für Verzögerungen.

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