Dresden - Bröckelnde Fassaden, uralte Fenster und ein Industriedenkmal mit ordentlich Sanierungsbedarf: Die Technischen Sammlungen bekommen eine Rundumerneuerung. Ab November wird das Museum für rund 20 Millionen Euro fit für die Zukunft gemacht. Doch die Sanierung ist längst nicht das Ende der Baustelle.
"Endlich ist es so weit, endlich wird das Industriedenkmal saniert", freut sich Roland Schwarz (65), Direktor der Technischen Sammlungen. Während der Bauzeit ziehen Teile der interaktiven Angebote ins Landhaus am Pirnaischen Platz.
Baubürgermeister Stephan Kühn (47, Grüne) spricht von einem wichtigen Schritt. "Nach vielen Jahren des Kampfes können wir endlich 20 Millionen Euro in die Sanierung investieren."
13,8 Millionen Euro sind für die energetische Sanierung vorgesehen. Davon soll der Bund 6 Millionen Euro übernehmen. Zusätzlich kommen 1,6 Millionen Euro aus dem städtischen Haushalt der Gebäudesicherung und dem Rückbau der Hofkellerdecke zugute.
Doch damit ist die Arbeit nicht getan. "Es ist keine Gesamtsanierung, da fehlen uns die Mittel", betont Kühn. Fußböden, Sanitäranlagen, Barrierefreiheit und Elektrik müssten später folgen. "Da müssen wir ab 2030 und fortfolgend auch weiter Geld in die Hand nehmen." Die größte Herausforderung sei, dafür weitere Mittel aufzutreiben.
Auch Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch (49, Linke) unterstreicht die Bedeutung des Hauses: "Mit der Sanierung investieren wir deshalb nicht nur in ein Museum, sondern zugleich in den Erhalt des Ernemannbaus als eines der bedeutendsten Industriedenkmale Dresdens."
Fünf Millionen Euro für "Garten der Wissenschaften" veranschlagt
Bis September 2029 sollen Dach, Fassade und 600 Fenster saniert werden. Dazu kommen eine neue Brandmeldeanlage und ein zweiter Fluchtweg für den Turm. "So kann das Café im Turm erhalten werden", erklärt Baustratege Frank Heiduschka (45).
Später soll der Innenhof zum "Garten der Wissenschaften" werden. Dafür sind weitere rund 5 Millionen Euro vorgesehen.