Beim Medizinkonzern: Streik für Corona-Bonus und mehr Geld

Dresden - Arbeitskampf beim Medizinkonzern B.Braun Avitum: Die Gewerkschaft IGBCE fordert unter anderem Lohnerhöhungen von mindestens 1,5 Prozent, außerdem eine Corona-Sonderzahlung.

In dem 100 Millionen Euro teuren Werksneubau des Medizintechnikherstellers B.Braun Avitum in Wilsdruff werden Dialysegeräte für die ganze Welt hergestellt.
In dem 100 Millionen Euro teuren Werksneubau des Medizintechnikherstellers B.Braun Avitum in Wilsdruff werden Dialysegeräte für die ganze Welt hergestellt.  © dpa/Monika Skolimowska

Das Unternehmen dagegen will den aktuellen Haustarifvertrag mit "verbindlichen Tariferhöhungen" langfristig festschreiben.

"Damit verfolgt B.Braun das Ziel, die Arbeitsplätze am Standort Dresden langfristig zu erhalten", teilte Konzern-Sprecherin Mechthild Claes auf TAG24-Anfrage mit.

Das reicht der Gewerkschaft aber nicht. "Ich erwarte, dass der Arbeitgeber auf uns zukommt", so IGBCE-Bezirksleiter Gerald Voigt (63).

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B.Braun Avitum mit Hauptsitz in Melsungen (Hessen) ist mit einem Jahresumsatz von 6,9 Milliarden Euro (2018) einer der größten Dialysegerätehersteller weltweit.

Zum Standort Dresden gehören Werke in Radeberg, Bad Gottleuba-Bergießhübel und Wilsdruff mit insgesamt rund 1000 Mitarbeitern.

Um den Arbeitgeber an den Verhandlungstisch zu zwingen, seien Aktionen an allen drei Standorten geplant, so Voigt.

Titelfoto: dpa/Monika Skolimowska

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