Besonderer Eisenbahn-Besuch: Was macht ein französischer TGV in Dresden?

Dresden - Hoher Besuch auf dem Güterbahnhof Dresden-Friedrichstadt: Am Samstagabend war dort ein französischer Hochgeschwindigkeitszug TGV (train à grande vitesse) zu sehen.

Sowas bekommt man nicht jeden Tag zu sehen: Ein TGV in Sachsen.
Sowas bekommt man nicht jeden Tag zu sehen: Ein TGV in Sachsen.  © Marko Förster

Der Zug befand sich zuletzt zu Präsentationszwecken im nordböhmischen Ústí nad Labem in Tschechien und wurde nun wieder nach Frankreich überführt.

Am Abend fuhr er von Decin kommend bei Schöna über die Grenze weiter durch das Elbtal. In Dresden wurde die Lok gewechselt, bevor die Reise über Saarbrücken nach Frankreich weiterging.

Da Deutschland und Frankreich unterschiedliche Bahnstromsysteme besitzen, kann der TGV nicht aus eigener Kraft fahren. Er musste daher von einer Lok gezogen werden und hatte einen Bremswagen im Schlepptau.

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Es handelte sich um einen 300 km/h schnellen TGV Sud-Est und damit um ein Fahrzeug der ersten Generation, welche seit 1981 eingesetzt wird.

Seit 2019 werden die TGV Sud-Est von der französischen Eisenbahn (SNCF) nicht mehr planmäßig eingesetzt. Lediglich für Sonderfahrten kommen erste europäische Hochgeschwindigkeitszüge noch zum Einsatz.

Im Bahnhof Dresden-Friedrichstadt wurde die Lok gewechselt. Danach ging es weiter in Richtung Frankreich.
Im Bahnhof Dresden-Friedrichstadt wurde die Lok gewechselt. Danach ging es weiter in Richtung Frankreich.  © Roland Halkasch

Sieben Tage lang war die berühmte Eisenbahn-Einheit in der Tschechischen Republik auf Achse. Dazu wurden neben der Öffentlichkeit auch Vertreter lokaler Behörden aus den verschiedenen Regionen sowie Bürgermeister eingeladen.

Titelfoto: Roland Halkasch

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