Messerattacke bei illegaler Technoparty: 16-Jähriger wegen versuchten Mordes angeklagt!

Dresden - Ende August fand in der Dresdner Heide eine illegale Technoparty statt, bei der zwei Gäste (beide 21) mit einem Messer angegriffen wurden (TAG24 berichtete). Dem mutmaßlichen Täter (16) wird nun der Prozess gemacht.

Bei einer Party in der Heide wurden zwei Dresdner lebensbedrohlich verletzt.
Bei einer Party in der Heide wurden zwei Dresdner lebensbedrohlich verletzt.  © Norbert Neumann

Am 30. August dieses Jahres fand in der Heide in der Nähe des Kannenhenkelwegs trotz Veranstaltungsverbotes die Party statt. Dort feierten auch die beiden 21-Jährigen, bis sie gegen 3 Uhr von einem zunächst unbekannten 16-Jährigen mit einem Messer angegriffen wurden.

Er stach einem Mann mehrfach in den Rücken, verletzte dabei unter anderem die Niere.

Danach attackierte der Jugendliche eine Frau. Ihr stach er in den Bauch, sodass sie massive Blutungen davon trug.

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Wie die Staatsanwaltschaft Dresden am heutigen Freitag mitteilte, wurde der Tatverdächtige von der Polizei rasch ausfindig gemacht und in Untersuchungshaft genommen.

Die Ermittlungen ergaben, dass der junge Mann die Tat vermutlich aus "Frust über die eigene, als unbefriedigend empfundene Lebenssituation" begangen haben könnte.

Es könne jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass die Tat auch aus Freude an der "Vernichtung von Menschenleben" oder völlig grundlos begangen wurde, wie es in einer Mitteilung der Staatsanwaltschaft hieß.

Beide Opfer hätten ohne schnelle ärztliche Behandlung sterben können

Ein Rettungswagen eilt zum Einsatzort. (Symbolbild)
Ein Rettungswagen eilt zum Einsatzort. (Symbolbild)  © dpa/Marcel Kusch

Die Staatsanwälte sind sich sicher, dass die beiden Opfer "mit hoher Wahrscheinlichkeit" hätten sterben können, wenn sie nicht sofort intensivmedizinisch behandelt worden wären.

"Sie werden voraussichtlich lebenslang gesundheitlich beeinträchtigt sein", hieß es in der Mitteilung weiter.

Der junge Deutsche muss sich deshalb demnächst am Dresdner Landgericht wegen versuchten Mordes verantworten.

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Bis zur Anhörung bleibt der 16-Jährige weiter in U-Haft. Ein Verhandlungstermin muss vom Gericht noch bestimmt werden.

Titelfoto: dpa/Marcel Kusch

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