Von Daniel Josling
Dresden - Die Jugendkriminalität in Dresden ist 2025 laut vorläufigen Polizeizahlen zurückgegangen.
Wie aus Zahlen der Polizeidirektion Dresden hervorgeht, wurden im vergangenen Jahr insgesamt 6227 Straftaten im Bereich Jugendkriminalität mit 4605 Tatverdächtigen registriert.
2024 waren es 6860 Fälle und 5024 Tatverdächtige.
Von der seit 2022 bestehenden Soko Iuventus, die wegen eines starken Anstiegs von Raubstraftaten in der Landeshauptstadt gegründet wurde, wurden insgesamt 106 Ermittlungsverfahren bearbeitet.
In 71 Fällen ging es dabei um Raubdelikte. In den Vorjahren waren deutlich mehr Verfahren eingeleitet worden: 2022 registrierte die Polizei 87 Ermittlungsverfahren wegen Raub- und Gewaltstraftaten, 2023 waren es 204, 2024 dann 127 Verfahren.
Der Blick auf ganz Sachsen
Die Soko Iuventus setzt neben der Strafverfolgung auch auf Prävention. So klären die Ermittler in Schulen Lehrer und Eltern auf und sensibilisieren für das Thema.
Landesweite Zahlen für 2025 liegen bislang nicht vor. Das Landeskriminalamt Sachsen verwies darauf, dass die polizeiliche Kriminalstatistik für 2025 voraussichtlich Anfang April vorgestellt wird.
Im Freistaat insgesamt hatten die Sicherheitsbehörden 2024 eine deutliche Zunahme der Gewaltkriminalität registriert. Laut Kriminalitätsstatistik wurden 9703 Gewaltdelikte erfasst (2023: 9151).
Unter den Tatverdächtigen bei Gewaltkriminalität waren 653 Kinder und 1442 Jugendliche - ein Plus von 34,6 beziehungsweise 16,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.