Zwielichtige Baufirmen im Visier: Große Razzia in Dresden und Bautzen

Dresden/Görlitz - Zoll und Staatsanwaltschaft haben am Donnerstag die Räumlichkeiten zweier Baufirmen in Dresden und im Raum Bautzen durchsucht.

Der Zoll durchsuchte am Donnerstag insgesamt 13 Objekte in Dresden und im Raum Bautzen. (Symbolfoto)  © Julian Stratenschulte/dpa

Im Visier der Ermittler stehen dabei die Verantwortlichen zweier Baufirmen, ein deutscher und ein kasachischer Staatsbürger (beide 47), wie die Dresdner und Görlitzer Staatsanwaltschaft in einer gemeinsamen Mitteilung mit dem Hauptzollamt Dresden schrieben.

Den Beschuldigten wird vorgeworfen, in einer "Vielzahl von Fällen" das Arbeitsentgelt vorenthalten oder veruntreut zu haben. Weiterhin sollen Arbeitnehmer nicht zur Sozialversicherung angemeldet oder Sozialbeträge nur unvollständig abgeführt worden sein.

Das i-Tüpfelchen sind Vorwürfe, wonach die beiden Bauunternehmer zwischen Anfang 2023 und Mitte 2026 falsche Rechnungen von angeblichen Servicefirmen in Höhe von fast drei Millionen Euro ausgestellt haben sollen, ohne dass je eine Leistung erbracht wurde.

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Vor diesem Hintergrund standen am Donnerstag über 100 Beamte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit auf der Matte. Insgesamt 13 Objekte wurden im Zuge der Razzia durchsucht, darunter Wohnungen und Geschäftsräume.

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Neben etlichen Beweismaterialien wurden zudem 22.000 Euro Bargeld sowie ein Auto im Wert von 15.000 Euro einkassiert. Auf einem Bankkonto wurden zudem 300.000 Euro gepfändet. Die Ermittlungen dauern an.

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