Damit sich Dresden eine Scheibe abschneiden kann: Stadtrat für engere Kontakte zu Budapest, Wien und Prag
Dresden - Schon jetzt kommt Dresden mit seinen 13 Städtepartnerschaften kaum hinterher. Mit Florenz, Skopje und Hangzhou gab's voriges Jahr kein einziges gemeinsames Projekt. Stadtrat Steffen Große (58, Team Zastrow) fordert mehr Engagement und eine neue Süd-Ost-Achse: Beziehungen nach Prag, Bratislava, Budapest und Wien sollen wieder aufleben.
"Dresden sollte sich stärker nach Südosten öffnen. Ich war im Sommer in Tschechien und Ungarn unterwegs - da gibt es ausgestreckte Hände und viel Interesse", sagt Steffen Große.
Das Potenzial für Tourismus, Wirtschaft und Kultur sei riesig. "Wie regeln wir den Verkehr in einer Großstadt am Fluss? In Budapest und Prag läuft es flüssiger als hier. Das ist ein Beispiel, wo sich Dresden eine Scheibe abschneiden kann", sagt Große.
Doch das Rathaus hat Einwände. Wegen der angespannten Haushaltslage wolle man sich lieber auf die bestehenden Partnerstädte konzentrieren. Bestrebungen, den Kontakt nach Budapest oder Prag auszubauen, gebe es nicht.
Für neue Allianzen seien "intensive Vorprüfungen hinsichtlich der personellen und finanziellen Machbarkeit im Verwaltungshaushalt" notwendig.
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Stadtrat Große: "Natürlich würden weitere Kooperationen Geld kosten. Das muss man in den Haushaltsverhandlungen aushandeln." Wie viel eine neue Süd-Ost-Achse letztlich verschlingen würde? Unklar. "Der erste Schritt wäre ein Konzept von der Stadtverwaltung."
Titelfoto: Montage: Thomas Türpe, IMAGO/imagebroker
