"War bisschen gruselig": Was Dresdner Extremsportler bei Rekordversuch bisher erlebte
Dresden/Widin - Von Ulm bis ans Schwarze Meer: Der Dresdner Extremsportler Joseph Heß (39), der die Donau in diesem Sommer von der Quelle bis zur Mündung schwimmen will, hat bereits weit über 1400 Kilometer zurückgelegt. Vor wenigen Tagen passierte er das Eiserne Tor zwischen den Städten Orșova (Rumänien) und Donji Milanovac (Serbien).
"Die Donau war viele Kilometer breit, bevor sie sich an dieser Stelle auf 200 Meter Breite verengte. Das war sehr beeindruckend und auch ein bisschen gruselig. Alles hat mich sehr an den Film 'Herr der Ringe' erinnert", berichtet Heß gut gelaunt.
Die Strapazen der vergangenen Wochen sind ihm kaum anzumerken - zu sehen ist lediglich, dass er deutlich Pfunde während seines Abenteuers verloren hat.
Das letzte Donau-Stauwehr/Kraftwerk Đerdap II liegt inzwischen hinter Heß und seinem Team. "Die Donau präsentiert sich uns hier wieder als breiter See. Es hat hier sieben Wracks von Kriegsschiffen freigelegt. Das ist echt aufregend", berichtet Heß. Natürlich ließ er es sich nicht nehmen, auch so ein Wrack aus nächster Nähe zu erkunden.
Joseph Heß steigt täglich kurz nach 8 Uhr in die Fluten. Im Kraul-Stil pflügt er bis zu elf Stunden durch den Fluss. Thorsten Arp im Kajak begleitet ihn.
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Als Team sammeln sie Wasserproben. Ein Atlas soll erstellt werden, der zeigt, wie sehr der Fluss mit Mikroplastik belastet ist. Erste Ergebnisse für Deutschland liegen schon vor.
Titelfoto: Screenshot/Instagram/joseph___hess
