Diesmal im Univiertel: Nächste Straße soll grün und autofrei werden
Dresden - Machen die Pflanzkübel jetzt stadtweit Schule? Erst wurden auf der Altstädter Seestraße Kübel und Sitzmöbel platziert, dann auf der Neustädter Louisenstraße - zulasten der Autofahrer. Jetzt plant die Uni offenbar ein ähnliches Projekt auf der Mommsenstraße in Räcknitz.
Es handelt sich um einen 150 Meter langen Abschnitt zwischen Helmholtz- und Düfferstraße. Hier, mitten im Uni-Viertel, sollen künftig Pflanzbeete angelegt, Sitzflächen aus Holz aufgestellt, Markierungen aufgemalt werden.
Dafür werden Autos weitgehend verbannt, fallen Parkplätze weg - das geht aus einer Präsentation der TU Dresden hervor, die im Stadtbezirksbeirat Plauen vorgestellt wurde.
Ein ähnliches Vorhaben auf der Louisenstraße hatte zuletzt für Kritik gesorgt - auch dort wurden Parkplätze zugunsten grüner Stadtmöbel gestrichen. Zudem wurden die Möbel kurz nach der Einweihung beschmiert.
"Ziel einer geplanten Umgestaltung ist es, die Aufenthaltsqualität im zentralen Campusbereich zu erhöhen und damit die Mommsenstraße als Teil des Universitätscampus aufzuwerten", erklärt Uni-Sprecher Matthias Fejes (42) vage.
Man wolle derzeit getrennte Campusbereiche miteinander verbinden, müsse sich dazu mit der Stadtverwaltung und dem Landesverkehrsamt abstimmen.
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Uni will die Kosten für das Projekt übernehmen
Doch im Stadtbezirksbeirat wurden schon Erwartungen geweckt, so etwa bei Politiker Matthias Jahn (59, Grüne). "Ein grüner, einladender und autofreier Mommsenplatz ist ein Baustein für die BUGA 2033", schwärmt er.
Neben Studenten würden Anwohner und Spaziergänger profitieren. "Das Projekt ist super für den Bezirk. Der Campus grenzt an den Südpark und kann Teil einer grünen Lebensader bis zur Innenstadt sein."
Auch der Radfahrerverein ADFC begrüßt das Projekt, erhofft sich eine "deutliche Verbesserung der Verkehrssicherheit" für Fußgänger und Radfahrer.
"Eine Einschränkung für den Autoverkehr findet dabei nicht statt; die Freigabe für notwendige Lieferdienste soll bestehen bleiben und die Erreichbarkeit ist durch das umliegende Straßennetz gewährleistet", heißt es.
Die Kosten für die Belebung der Mommsenstraße trägt übrigens die Uni. Wie hoch sie ausfallen, ist noch unklar. In der Louisenstraße hatte die Stadt für einige Kübel und Möbel mehrere Zehntausend Euro bezahlt.
Titelfoto: Fotomontage/Norbert Neumann/Stadt Dresden/PR

