Dresden - "Jetzt wird erst recht gejazzt!" So heißt es in der jüngsten Pressemitteilung der Jazztage Dresden, die am Freitag mit dem Auftritt von Thomas Putensen & Beat Ensemble (Manfred Krug Abend) beginnen. Trotz klingt da durch, wohl als Seitenhieb an die Stadtverwaltung, die dem Festival derzeit jegliche finanzielle Förderung verweigert.
Auf den ersten Blick kehren die Jazztage zu alter Größe zurück. 66 Konzerte stehen an in acht Wochen Festivalzeit bis 29. November. Auf den zweiten Blick werden die Beschränkungen deutlich, die durch knappe Kasse entstehen.
Vereinzelt nur, wie der Auftritt der Saxofonistin Tina Tandler, finden Konzerte in großen Auditorien wie dem Kulturpalast statt.
Hauptspielstätte ist die H42 Whisky Manufaktur an der Magdeburger Straße, mit 199 Sitzplätzen ein eher kammermusikalisches Auditorium.
"Insgesamt haben wir weniger Kapazität als früher", sagt Intendant Kilian Forster, der mit dem Jahrgang 2026 und der hohen Anzahl von Konzerten gleichwohl eine Art "Flucht nach vorn" antritt. Forster: "Wer klein kleckert, hat keine Chance zu überleben."
Ein Angebot so groß wie möglich ist das Ziel. 400 Künstler werden auftreten. Der Publikumszuspruch sei da, so Forster.
Diese Stars kommen zu den Jazztagen nach Dresden
Festival-Highlights sind unter anderem Take 6 mit der Thilo Wolf Bigband im Kulturpalast; zehn Grammys und die Aufnahme in die Gospel Music Hall of Fame sprechen für sich. Ebenfalls im Kulturpalast: der ungarische Klangvirtuose und YouTube-Star Peter Bense und besagte Tina Tandler.
Im Parkhotel trifft sich mit Chris Minh Doky & The Nomads europäische Jazz-Prominenz: Till Brönner, Manu Katché und Simon Oslender verbinden mit dem dänisch-vietnamesischen Bassisten Jazz, Fusion und Funk.
Weitere Akzente setzen zum Beispiel David Hermlin und sein Swing Dance Orchestra, die Balkan-Brass-Legenden Fanfare Ciocarlia oder das Trio "Wildes Holz". Termine und Tickets unter https://jazztage-dresden.de