Dresden - Wer am Dienstagabend beim ausverkauften Konzert von Moby (60) war, der wurde für anderthalb Stunden in die wilde Disco-Zeit der 90er Jahre katapultiert. Die Mega-Überraschung folgte allerdings ganz zum Schluss.
"Er hat einen Remix von dem Song gemacht, der als Nächstes folgt. Ich denke, einige von euch werden es vielleicht schon wissen", sagte das musikalische Multitalent aus New York und kündigte plötzlich kurz vor Ende noch einen Special Guest an.
Sofort dämmerte es den meisten, es folgten laute Jubelschreie. Gegen 22.30 Uhr betrat dann Maximilian Lenz alias DJ Westbam (61) die Bühne und versetzte die 11.500 Konzertbesucher mit seinem 1994 produzierten Remix von Mobys Hit "Feeling so Real" in Ekstase.
Die beiden Pioniere der elektronischen Musik kennen sich seit der Techno- und Rave-Bewegung der frühen 90er Jahre. Schon 1991 traten sie gemeinsam im legendären Berliner Club "Tresor" auf.
Während der in Münster geborene DJ bereits im Vorfeld in einem Video auf Instagram offenbarte, am 18. August als Gast beim Moby-Konzert auf dem KUNST!RASEN Bonn zu spielen, war sein Auftritt bei den Filmnächten am Elbufer hingegen eine absolute Überraschung.
Moby holt DJ Westbam auf die Bühne
Moby macht bei Konzert auf Tierleid aufmerksam
Auch vor Westbams Auftritt feierte die Menge ausgelassen zu Mobys größten Hits wie "Bodyrock", "Go", "Why Does My Heart Feel So Bad?" und "Porcelain". Gesangliche Unterstützung erhielt Richard Melville Hall, wie der US-Amerikaner mit bürgerlichem Namen heißt, von zwei herausragenden Sängerinnen.
Doch dieser Abend war nicht nur von Musik geprägt. Als vegan lebender, leidenschaftlicher Tierrechts-Aktivist konfrontierte Moby das Publikum auf den Leinwänden mit Aufnahmen von Tierleid.
Ebenso konnte sich der 60-Jährige einen politischen Kommentar nicht verkneifen. In Anspielung auf den aktuellen US-Präsidenten Donald Trump (80) hat Moby nur einen Wunsch: "Bitte beschützt die Welt vor Tyrannen."
Das Konzert hat gezeigt: Auch nach über 20 Jahren - Moby spielte zuletzt 2002 in der Messehalle Dresden - konnte die 90er-Musikikone die Massen zum Beben bringen. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann raven sie noch heute ...