Von Jacqueline Grünberger, Katrin Koch & Jasmin Beisiegel
Dresden - Aufgrund des niedrigen Pegelstands der Elbe fällt ein heiß erwartetes Event mit Star-Gast Howard Carpendale (80) ins Wasser.
Das Mega-Event "Elbzauber" (u. a. Howard Carpendale, Camilly Nylund, Filmorchester Babelsberg) sollte am 5. September parallel auf einer Bühne mitten in der Elbe, am Filmnächte-Ufer und auf vier Schiffen stattfinden.
Doch die schwimmende Bühne benötigt einen Mindestwasserstand, um an den Veranstaltungsort verschifft zu werden.
Der katastrophale Elbpegel spielt da nicht mit: Am Freitagnachmittag lag der Wasserstand nur noch bei 49 Zentimetern – und es ist kein Ende in Sicht: So soll der Fluss bis Samstagfrüh an der 43-Zentimeter-Marke angekommen sein.
Auch die Wassertiefe am Anleger reicht nicht. "Die Verschiebung auf das Jahr 2027 ist uns alles andere als leichtgefallen. Wir haben monatelang mit Herzblut an diesem Konzept gearbeitet, aber eine reduzierte Variante kommt nicht infrage", erklärt Flottenchef Stefan Bloch (46).
Somit fallen bis Montag vorerst auch alle Dampferfahrten aus. Auch Sonderveranstaltungen wie das Zuckertütenfest sowie die Restaurantschiffe "August der Starke" und "Gräfin Cosel" finden lediglich anliegend statt.
Pegelstand bremst "Elbzauber" aus
Immerhin fahren noch alle DVB-Fähren, wie Sprecher Falk Lösch (61) betont. Doch wie lange die noch schippern, "entscheidet jeder Kapitän nach Lage selbst. Aber bis dahin fahren wir."
Trotzdem ist der momentane Pegel noch weit von den historischen Tiefstwerten Dresdens entfernt.
Laut Wasserstraßen- und Schifffahrtverwaltung des Bundes gab es die 1947 und 1952. Jeweils im August wurden hier 21 Zentimeter gemessen.
Übrigens: Durchschnittlich liegt der Elbpegel bei 1,60 Metern.