Zu wenig Platz für IT-Zuzüge: Wohnungsbranche in Dresden schlägt Alarm

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Dresden - In Dresden spitzt sich die Lage vor dem Start der Halbleiterproduktion weiter zu. Schon im kommenden Jahr geht die neue ESMC-Fabrik im Norden der Stadt in Betrieb. Doch für die erwarteten Fachkräfte fehlt es weiter an Wohnraum. Die Wohnungsbranche schlägt nun Alarm.

Schon im kommenden Jahr wird die Fabrik angrenzend an den Dresdner Flughafen die Arbeit aufnehmen.
Schon im kommenden Jahr wird die Fabrik angrenzend an den Dresdner Flughafen die Arbeit aufnehmen.  © Petra Hornig

"Viele Arbeitskräfte kommen wegen der Halbleiterindustrie. Und irgendwo müssen sie ja wohnen", betont Wohnungsgenossenschafts-Vorständin Mirjam Philipp (60).

Dabei werden bis zu 15.000 Zuziehende erwartet. 70 Prozent davon in Dresden. Die Ansprüche der künftigen Beschäftigten seien hoch: "Es wird Neubau gewünscht, sie werden sehr wahrscheinlich Autostellplätze brauchen, würden am liebsten sehr zentral wohnen wollen. Internationale Schulen sind ebenfalls wichtig", erklärt Sprecherin Janett Krätzschmar-König (46).

Vorständin Philipp geht es dabei vor allem um den wachsenden Druck durch den industriellen Zuzug: "Fakt ist: Viele Arbeitskräfte kommen wegen der Halbleiterindustrie."

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Der Wohnraum müsse entsprechend mitwachsen. "Das ist einfach noch nicht ausreichend berücksichtigt worden."

Wohnungswirtschafts-Vorstand Alexander Müller (51, l.) und Wohnungsgenossenschafts-Vorständin Mirjam Philipp (60) hoffen, dass sich die Unternehmen nun mit dem Wohnungsmarkt beschäftigen.
Wohnungswirtschafts-Vorstand Alexander Müller (51, l.) und Wohnungsgenossenschafts-Vorständin Mirjam Philipp (60) hoffen, dass sich die Unternehmen nun mit dem Wohnungsmarkt beschäftigen.  © Petra Hornig
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Wohnungswirtschafts-Vorstand Alexander Müller (51) kritisiert hingegen die fehlende Abstimmung zwischen Industrie, Kommunen und Wohnungswirtschaft.

Auch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bremsen aktuell den eigentlich nötigen Neubau. "Eigentlich ist es schon zu spät. Schon zwei, drei Jahre wird darüber gesprochen, aber nichts gemacht", wettert Müller.

Titelfoto: Bildmontage: Petra Hornig (2)

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