Ein Jahr nach Babyknochen-Fund in Arnsdorf: Polizei veröffentlicht Bilder vom Tatort

Arnsdorf - Rund ein Jahr ist es her, dass Spaziergänger im Karswald bei Arnsdorf (Landkreis Bautzen) eine schreckliche Entdeckung machten: In der Nähe der B6 waren sie auf die Knochen eines Babys gestoßen! Nun hat die Polizei zum ersten Mal Fotos des Tatorts veröffentlicht. Die Behörden bitten um Hilfe.

Die Polizei fand am Tatort unter anderem einen Müllsack und einen Plastikeimer.
Die Polizei fand am Tatort unter anderem einen Müllsack und einen Plastikeimer.  © Polizei Sachsen

In einer gemeinsamen Mitteilung der Staatsanwaltschaft sowie der Polizeidirektion Görlitz wurde erklärt, dass man weiterhin den Spuren nachgehe und Zeugen gesucht werden.

Man habe in den vergangenen Monaten einige Ansatzpunkte ermittelt. Bei dem Baby befanden sich laut der Mitteilung verschiedene Gegenstände, die möglicherweise dabei helfen könnten, mehr über das Umfeld des Kindes zu erfahren.

So wurde unter anderem ein schwarzer Müllsack, ein blauer Kaufland-Plastikeimer mit rotem Henkel, zwei Kunststoffklammern, ein Etikett mit der Aufschrift "Schlueterstraße 3, Duesseldorf" und ein Etikett mit der Aufschrift "nova FLAIR" sichergestellt.

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Hier sind einige der Tatort-Fotos, die nun von den Ermittlern veröffentlicht wurden. Weitere findet Ihr auf der offiziellen Homepage der Polizei Sachsen.

Bilder zeigen die gefundenen Gegenstände

Es wurde ein Etikett mit der Aufschrift "Schlueterstraße 3, Duesseldorf" sichergestellt.
Es wurde ein Etikett mit der Aufschrift "Schlueterstraße 3, Duesseldorf" sichergestellt.  © Polizei Sachsen
Es wurde auch ein weiteres Etikett mit der Aufschrift "nova FLAIR" gefunden.
Es wurde auch ein weiteres Etikett mit der Aufschrift "nova FLAIR" gefunden.  © Polizei Sachsen
Im Karswald entdeckte die Polizei außerdem einige Stofffetzen.
Im Karswald entdeckte die Polizei außerdem einige Stofffetzen.  © Polizei Sachsen

Ein Jahr nach Baby-Knochenfund: Polizei bittet nach wie vor um Zeugenaussagen

Die Polizei bittet mögliche Augenzeugen um Hilfe: Wer jugendliche oder erwachsene Frauen kennt, die bis 2021 schwangerschaftstypische Erscheinungen (z. B. Übelkeit) zeigten, ihr Äußeres, ihr Verhalten, ihren Kleidungsstil oder ihre Freizeitaktivitäten änderten, soziale Kontakte mieden, auf die Frage einer möglichen Schwangerschaft eine andere plausible Erklärung gaben, aber im Endeffekt kein Kind bekamen, sollen sich bei der Polizeidirektion Görlitz (Rufnummer: 03581 468100) oder bei jeder anderen Polizeidienststelle melden.

Außerdem solle man sich mit den Behörden in Kontakt setzen, wenn einem einer der beschriebenen Gestände aufgefallen ist oder man sonstige Angaben zur Herkunft des Spurenmaterials machen kann.

Die Überreste des Säuglings waren am 26. September 2021 entdeckt worden. Fast zwölf Monate später soll der Fall nun am kommenden Sonntag, dem 18. September 2022, in der MDR-Sendung "Kripo live" thematisiert werden.

Titelfoto: Fotomontage: Polizei Sachsen

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