Dresden - Am Dienstagvormittag schrillten plötzlich die Alarmglocken des Walther-Pauer-Baus in der Südvorstadt. Mehrere Feuerwehren eilten zum Gelände der TU Dresden.
"Um 9 Uhr begann eine unangekündigte Vollübung zur Gefahrenabwehr am Ausbildungskernreaktor AKR-2", teilte die Technische Universität mit. Simuliert werde ein Brandereignis an der Anlage.
"In die Übung, die gesetzlich vorgeschrieben ist, werden alle zur Gefahrenabwehr erforderlichen Behörden und Einrichtungen der TUD, der Stadt Dresden und des Freistaates Sachsen einbezogen", heißt es.
Nach Auslösen des Alarms sei zunächst die Betriebsfeuerwehr der TU Dresden ausgerückt. Wenig später seien auch die Kräfte der städtischen Berufsfeuerwehr aus den Feuerwachen Übigau und Löbtau am Reaktor eingetroffen. "Es läuft ein Einsatz", bestätigte auch Sprecher Michael Klahre (46) gegenüber TAG24.
Parallel zur Durchführung der Personenrettung und der Brandbekämpfung wurde der Krisenstab der TUD und die Beratergruppe Strahlenschutz am Sächsischen Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft, der zuständigen Genehmigungsbehörde für den Betrieb des AKR-2, einberufen, so die Mitteilung.
Ziel sei es, die kombinierte Durchführung der operativ-taktischen Maßnahmen zur Gefahrenabwehr durch die Feuerwehren zu proben und den Aufbau sowie die Zusammenarbeit eines gemeinsamen, virtuellen Stabes zu testen. Die Vollübung ende gegen 12 Uhr.