Großbrand in Dresdner Industriebrache: Staatsschutz ermittelt wegen Brandstiftung

Dresden - Nach einem Großbrand im Dresdner Stadtteil Großzschachwitz am Wochenende musste die Feuerwehr nun erneut zu der Industriebrache ausrücken. Der Staatsschutz hat sich außerdem eingeschaltet.

Am Sonntag brannte in Dresden ein leerstehendes Gebäude.
Am Sonntag brannte in Dresden ein leerstehendes Gebäude.  © Roland Halkasch

Am Sonntagmorgen brannte es in dem leer stehenden Gebäude an der Fritz-Schreiter-Straße. Wie ein Sprecher der Dresdner Feuerwehr mitteilte, sind die Kameraden seit den frühen Morgenstunden jetzt zum zweiten Mal vor Ort im Einsatz.

Aus der noch vorhandenen Dachkonstruktion der Industriebrache drang erneut Rauch und Feuer. Gegen 5.19 Uhr begannen die Einsatzkräfte mit der Brandbekämpfung.

Doch das Löschen gestaltet sich alles andere als leicht: Die Feuerwehrleute kommen durch die Bauweise des Daches nur schwierig an alle Brandstellen.

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Deshalb rückte nun auch das Technische Hilfswerk mit Spezialtechnik an. Mit dieser soll das Dach geöffnet werden, damit man anschließend das Feuer gezielt löschen kann.

Insgesamt 34 Kräfte waren am Montag im Einsatz.

Staatsschutz ermittelt wegen Brand in ehemaligem Konzentrationslager

Die Feuerwehr musste am Montagmorgen erneut in der Industriebrache löschen.
Die Feuerwehr musste am Montagmorgen erneut in der Industriebrache löschen.  © Feuerwehr Dresden

Nun ist der Staatsschutz damit befasst: Schon zum zweiten Mal nach 2022 brannte es in der Nacht zum Sonntag auf dem Gelände der Außenstelle des Konzentrationslagers Flossenbürg in Dresden-Sporbitz.

Mittlerweile steht fest, dass dort gezündelt wurde.

"Im Ergebnis der Untersuchungen gehen die Kriminalisten aktuell von einer Brandstiftung aus", so Polizeisprecher Marko Laske (49). "Offenbar haben Unbekannte in der Halle diversen Unrat in Brand gesetzt."

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Der Schaden ist noch nicht beziffert. Vor dem Hintergrund der Geschichte des Gebäudekomplexes unterstützt jetzt der Staatsschutz die Ermittlungen.

Originalmeldung vom 19. Februar 2024, um 11.47 Uhr, aktualisiert am 19. Februar 2024 um 14.34 Uhr

Titelfoto: Roland Halkasch

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