Plötzlich Alarm: Feuerwehr-Einsatz an Kernreaktor von Dresdner Uni
Dresden - Am Dienstagvormittag schrillten auf dem Gelände der TU Dresden (TUD) in der Südvorstadt plötzlich die Alarmglocken des Walther-Pauer-Baus. Grund dafür war eine Vollübung am Ausbildungskernreaktor "AKR-2". Die Verantwortlichen ziehen nach Abschluss des Testlaufs ein positives Fazit.
"Die Zusammenarbeit hat sowohl auf Ebene der Berufsfeuerwehr und der TUD-Betriebsfeuerwehr als auch auf Verwaltungsebene perfekt funktioniert", berichtet TU-Rektorin und zugleich Strahlenschutzverantwortliche Ursula Staudinger (67).
Es bestehe nur "geringfügiges Verbesserungspotenzial". So seien etwa Anregungen zur einfacheren Erkennbarkeit von Funktionsträgern der Technischen Universität gegeben worden.
Um 9 Uhr startete die Simulation mit einem Brand an der Anlage. Zur Gefahrenabwehr wurden alle erforderlichen Behörden und Einrichtungen der TUD, der Stadt Dresden und des Freistaates Sachsen einbezogen.
"Es handelte sich um die erste Vollübung dieser Größenordnung entsprechend der gesetzlichen Vorgaben", erklärte TU-Sprecher Konrad Kästner (50) auf TAG24-Nachfrage. Für Mitarbeiter sei der Probelauf unangekündigt gewesen.
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Mehrere Feuerwehren im Einsatz
Nach Auslösen des Alarms war zunächst die Betriebsfeuerwehr der TUD ausgerückt. Wenig später erreichten auch die Kräfte der städtischen Berufsfeuerwehr aus den Feuerwachen Übigau und Löbtau die Einsatzstelle.
Zum Betreten des Gebäudes legten die Kameraden entsprechende Schutzausrüstung an.
Ziel der Übung war es, die kombinierte Durchführung der operativ-taktischen Maßnahmen zur Gefahrenabwehr durch die Feuerwehren zu proben und den Aufbau sowie die Zusammenarbeit eines gemeinsamen, virtuellen Stabes zu testen.
Bei "AKR-2" handelt es sich nach TU-Angaben um den modernsten Ausbildungskernreaktor Deutschlands. Er befindet sich seit 2005 in Betrieb und wird von der Professur für Wasserstoff- und Kernenergietechnik genutzt.
Es handelt sich um einen sogenannten Nullleistungsreaktor mit einer maximalen Leistung von nur 2 Watt. Das Gefährdungspotenzial durch Radioaktivität ist daher extrem gering.
Erstmeldung vom 8. September, 10.41 Uhr. Letzte Aktualisierung am 8. September, 16.46 Uhr.
Titelfoto: Montage: Konrad Kästner/TUD, Sven Ellger/TUD

