Herkuleskeule: Birgit Schaller begeistert mit drittem Solo-Programm

Dresden - Nach "Der letzte Schrei" und "Alarmstufe Blond" bittet Birgit Schaller (61) in ihrem dritten Solo-Programm nun: "Verweile doch, noch bin ich schön". Die Kabarettshow erlaubt der Allroundkünstlerin, in der Herkuleskeule erneut ein Feuerwerk ihrer Vielseitigkeit abzubrennen.

Gibt mehr als zwei Stunden Vollgas in allen Facetten: Birgit Schaller (61) in ihrem dritten Solo-Programm in der Keule.
Gibt mehr als zwei Stunden Vollgas in allen Facetten: Birgit Schaller (61) in ihrem dritten Solo-Programm in der Keule.  © Robert Jentzsch

Ein Programm über Frauen ist es, aber keines gegen Männer, betont Schaller. Die Texte hat ihr Mann Wolfgang für sie geschrieben. Ein bisschen wohl auch Liebeserklärung an seine Partnerin, wie ein Kuss auf der Bühne nach der Premiere am 1. Mai bewies.

Birgit Schaller denkt laut nach über die Liebe, das Altern ("Mit 20 kommste in den Playboy, mit 60 in die Apotheken-Umschau") sowie Ehe-Lust und -Frust ("Es muss wohl Liebe gewesen sein, anders ist das Unglück nicht zu erklären").

Sie schlüpft in viele Rollen, ist mal Barbie, mal Rentnerin, macht Gender-Scherze und beklagt die Situation von Frauen in Pflegeberufen. Dazu interpretiert sie stimmig legendäre Künstlerinnen: Helga Hahnemann etwa, Veronica Fischer, Tamara Danz.

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14 Songs singt sie in allen stimmlichen Temperaturen, greift auch zur Querflöte, launig begleitet von den Musikkomödianten Holger Miersch, Tilman Droste und Christoph Hermann. Manch bissige Bemerkung zum aktuellen Geschehen (Baerbocks feministische Außenpolitik oder Matthias Döpfners Ossi-Sprüche) verkneifen sich die Schallers selbstredend auch nicht.

Lustig, wehmütig und voller Pointen, die ins Schwarze treffen: In dieser Show (Regie: Matthias Nagatis) ist alles drin, vor allem Birgit Schaller in Hochform.

Titelfoto: Robert Jentzsch

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