Nach zehn Jahren "Alarmstufe Blond": Birgit Schaller schwingt eine neue Keule

Dresden - Marilyn Monroe (†36) und Daniela Katzenberger (36) - diese zwei Kult-Blondinen erhellen seit 2013 das Programm einer dritten Blondine. Kabarettistin Birgit Schaller (61) verabschiedet sich nach zehn Jahren von ihrem Erfolgsstück "Alarmstufe Blond". Am 1. März schließt sich in der Herkuleskeule der Vorhang für die letzte Vorstellung.

Babyflaschen im Munitionsgurt - so gerüstet bestreitet Blondine Birgit Schaller (61) ihr Bühnenprogramm.
Babyflaschen im Munitionsgurt - so gerüstet bestreitet Blondine Birgit Schaller (61) ihr Bühnenprogramm.  © Petra Hornig

"Rund 300-mal stand ich damit mit meinen drei Musikern in der Herkuleskeule auf der Bühne, hinzu kommen unzählige Gastspiele", resümiert die Schaller.

"Die Premiere fand Anfang März 2013 statt. Wenige Tage bevor der wundervolle Autor Peter Ensikat verstarb. Er hat einige Texte für das Programm geschrieben."

Wie auch Birgits Ehemann Wolfgang Schaller (82). Obwohl von Männerhand geschrieben, nehmen sich die humorvoll-bissigen Texte aus, als würden sie Birgit Schaller gerade erst aus dem Mund purzeln.

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Sie weiß um den Vorzug von Blondinen: "Wir werden unterschätzt und können deshalb scharf aus der Hüfte schießen."

Ganz und gerne Frau: Birgit Schaller (61) schminkt sich die Lippen Kirschrot.
Ganz und gerne Frau: Birgit Schaller (61) schminkt sich die Lippen Kirschrot.  © Petra Hornig

Birgit Schaller bleibt der Herkuleskeule in einem neuen Programm erhalten

In "Alarmstufe Blond" kommt Blondine Birgit Schaller (61) am 1. März zum letzten Mal auf den Hund.
In "Alarmstufe Blond" kommt Blondine Birgit Schaller (61) am 1. März zum letzten Mal auf den Hund.  © privat

Nur nicht gegen die Zeit. "Natürlich bin auch ich zehn Jahre älter, aber auch souveräner geworden. Ich habe andere Sachen und Themen im Blick als mit Anfang 50."

Als Kabarettistin ist die Schaller zwar weder zu überhören noch zu übersehen, außerdem ist sie das einzig weibliche Ensemblemitglied der Keule.

"Aber klar, stehe ich neben einer knackigen Kirsche, werde ich als Reneklode angesehen. Viele Frauen werden schon ab Ende 40 nicht mehr wahrgenommen. Sie werden unsichtbar, lösen sich auf", moniert Birgit Schaller.

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Ihre Lach-Waffe dagegen: Das neue Programm "Verweile doch, noch bin ich schön", das am 1. Mai in der "Keule" Premiere feiert.

Titelfoto: Petra Hornig

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