"Hitzeschutz ist Menschenschutz": Extinction Rebellion blockiert Albertplatz

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Dresden - War es der Stadtteil oder die aktuelle Wetterlage? Wie fast jeden letzten Donnerstag im Monat blockierten die Klimaschützer von "Extinction Rebellion" eine Kreuzung in Dresden, diesmal den Albertplatz.

Elf Aktivisten blockierten am frühen Donnerstagmorgen den Albertplatz.
Elf Aktivisten blockierten am frühen Donnerstagmorgen den Albertplatz.  © Stefan Häßler

Neben vereinzelten Beschimpfungen und Hupen gab es diesmal erstaunlich oft Zuspruch für die Aktion.

"Hitzeschutz ist Menschenschutz" hieß das Thema der morgendlichen Blockade, Ziel war eine Entsieglung der Stadt, mehr Schatten durch Bäume und mehr begrünte Dächer und Fassaden.

Angezeigt und damit legal blockierten die Aktivisten gegen 8.20 Uhr die erste Straße am Albertplatz. Sofort kam es zu einer spontanen Diskussion mit einem Tesla-Fahrer, Passanten bedankten sich, aber aus den hinteren Reihen wurde auch gehupt und gebrüllt.

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Doch wo sehen die Blockierer Handlungsbedarf? "Viele können nachts nicht schlafen", sagt Blockierer Christian Bläul (44) gegenüber TAG24.

"Dort, wo viele Menschen leben, aber wenig Verkehr ist, könnte man entsiegeln und Bäume pflanzen." So könne man beispielsweise die Böhmische Straße in der Neustadt autofrei machen und dort mehr Bäume pflanzen.

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Neben vereinzelten Beschimpfungen bekam die Gruppe viel Zuspruch für ihre Aktion.
Neben vereinzelten Beschimpfungen bekam die Gruppe viel Zuspruch für ihre Aktion.  © Stefan Häßler

Seit 8.52 Uhr ist der Albertplatz wieder frei

Die Polizei sicherte die Demonstration ab.
Die Polizei sicherte die Demonstration ab.  © Stefan Häßler

"Viele Straßen wurden auch zu breit gebaut", so der Aktivist. "Rund um den Straßburger Platz würde auch eine Fahrspur reichen."

8.30 Uhr stand die Blockade aus elf Aktivisten schließlich in der Ammonstraße, 8.39 Uhr in der Königsbrücker Straße. Hier wurde sie nochmal kurz unterbrochen, um einen Krankenwagen passieren zu lassen.

Zuletzt stellten sich die Klimaschützer nochmal in die Bautzner Straße: "Euch müsste man alle Finger abhacken", meinte ein Passant, "Geht Arbeiten!", brüllte ein Autofahrer auf der Gegenfahrspur, "Vielen Dank, dass ihr das macht", meinte eine Dame an der Haltestelle.

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"Hört bloß nicht damit auf!" Von Radfahrern, aber auch vereinzelt aus Autofenster gab es nach oben gestreckte Daumen. 8.52 Uhr war die komplette Kreuzung wieder frei.

Titelfoto: Stefan Häßler

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