Kein Alkohol im Hauptbahnhof - Verbot mit Fragezeichen: Ein Kommentar

Dresden - Mehr Sicherheit am Bahnhof? Dafür ist es höchste Zeit. Deshalb zieht die Bahn die Notbremse beim Thema Alkohol. Doch ob das Verbot wirklich etwas ins Rollen bringt, muss sich erst noch zeigen.

Laut TAG24-Redakteur Benjamin Schön ist das Alkoholverbot an deutschen Bahnhöfen nicht besonders gut durchdacht.  © Holm Helis

Denn jetzt kommt der Haken: Wie soll das in der Praxis laufen? Wenn etwa nach einem Fußballspiel Hunderte Fans durch den Dresdner Hauptbahnhof ziehen, kann die DB-Sicherheit wohl kaum jedem Einzelnen hinterherlaufen.

Ein freundlicher Hinweis dürfte bei manchem auf taube Ohren stoßen. Und wer es darauf anlegt, trinkt sein Bier eben kurz vor dem Bahnhof oder erst im Zug.

Denn im Fernverkehr der Deutschen Bahn wird Alkohol weiterhin verkauft. Auch in den Restaurants und Supermärkten am Hauptbahnhof können Reisende sich nach wie vor damit eindecken.

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Das Verbot gilt also längst nicht überall. Das ist für die Durchsetzung natürlich alles andere als hilfreich.

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Haben die Kräfte der DB-Sicherheit die nötige Kapazität, um das Alkoholverbot am Dresdner Hauptbahnhof durchzusetzen?  © ronaldbonss.com

Alkoholverbot ist gut gemeint, aber noch kein Erfolg

Deshalb gilt: Die Richtung stimmt, jetzt muss die Umsetzung liefern. Wenn Kontrollen nur sporadisch stattfinden und Verstöße folgenlos bleiben, ist das Verbot kaum mehr als ein schönes Schild.

Wenn es dagegen Pöbeleien eindämmt und Reisenden ein besseres Gefühl gibt, hat es seinen Zweck erfüllt. Deshalb ist das Alkoholverbot ein richtiger Schritt – aber noch lange kein Erfolg.

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