Bill Murray beendet Musikfestspiele fulminant: Eine Party zum Abschluss

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Dresden - Die 49. Dresdner Musikfestspiele sind Geschichte. Die diesjährige Ausgabe des Festivals klang am Sonntagabend im Kulturpalast aus, mit einer fulminanten Aufführung der Show "New Worlds" um Stargast Bill Murray (75). Zusammen mit Cellist und Festivalintendant Jan Vogler (62), Violinistin Mira Wang und Pianistin Vanessa Perez verwandelte er das Abschlusskonzert in eine Party.

Jubel und begeisterter Applaus für "New Worlds" und die Künstler des ausgelassenen Festival-Finales.
Jubel und begeisterter Applaus für "New Worlds" und die Künstler des ausgelassenen Festival-Finales.  © Oliver Killig

Im Grunde war es eine Wiederaufführung: 2017 wurde "New Worlds" bei den Musikfestspielen uraufgeführt und seitdem auf Konzertbühnen rund um die Welt gespielt.

Schnöde Neuauflage sei es gleichwohl nicht, so Vogler im Vorfeld, da sich das Programm im Laufe der Jahre verändert habe.

Der Kern des musikalisch-literarischen Projekts blieb indes erhalten: Vogler, Wang und Perez musizierten (unter anderem Werke von Bach, Ravel, Schubert oder Piazolla), Murray rezitierte Texte von Ernest Hemingway, Walt Whitman, Billy Collins und James Fenimore Cooper.

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Der Schauspieler und Komiker sang durchaus berückend "It Ain't Necessarily So" aus Gershwins "Porgy and Bess", Van Morrisons "When Will I Ever Learn to Live in God" sowie Auszüge aus Bernsteins "West Side Story".

Zwischendurch intonierte Murray den als "Musikalische Überraschung" angekündigten Klassiker "The Piano Has Been Drinking" von Tom Waits, auch wenn seine Phrasierung eher an Randy Newman gemahnte.

Bill Murray verteilte Rosen zum Abschied

Zu Verabschiedung verteilte Bill Murray (75) rote Rosen ans frenetisch applaudierende Publikum.
Zu Verabschiedung verteilte Bill Murray (75) rote Rosen ans frenetisch applaudierende Publikum.  © Oliver Killig

Dafür nahm er ein Glas Whiskey aus dem Flügel, das dann zwischen allen Künstlern kreiste.

Eine eklektische Auswahl neuer Stücke folgte im Zugabenblock: "Woman" aus dem Broadway-Musical "Zorba" (1983), Marty Robbins' Country-Ballade "El Paso" (1959), zu der Murray urkomisch eine Western-Schießerei imitierte und theatralisch "starb", bis zu "Did You Ever Have The Feeling (That You Wanted To Go" von Jimmy Durante (1942).

Das alles wurde wunderbar homogen dargeboten. Zum Abschluss verteilte Murray - zu Schostakowitschs "Walzer Nr. 2" quer durch den Saal schreitend - rote Rosen ans Publikum.

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Danach gab es kein Halten mehr, das begeisterte Publikum tobte, spendete Ovationen im Stehen. Eine brillante, mitreißende Show, die den hervorragenden Festivaljahrgang mit dickem Ausrufezeichen abschloss.

Titelfoto: Oliver Killig

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