Der Kreuzchor und die neue Saison: Die Spielzeit 2026/27 hat begonnen

Dresden - Mit Mendelssohns "Lobgesang" und einer musikalischen Verbeugung vor dem 2019 verstorbenen Sänger und Ex-Kruzianer Theo Adam (†92) anlässlich dessen 100. Geburtstags (1. August 1926) ist der Kreuzchor in die Saison gestartet. Eine Spielzeit mit allerlei Besonderheiten.

Martin Lehmann (53) mit dem Kreuzchor samt Solisten beim Weihnachtsoratorium in der Kreuzkirche im Januar.  © Oliver Killig

Für die Stadt Dresden sei der Kreuzchor "ein wesentlicher Träger der Musik und der Bildung, etwas Unverzichtbares, ein Repräsentant in der Region, im Land und international", sagt Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch (49, Linke). Mehr der Bedeutung geht kaum.

Jedes Jahr aufs Neue, mit jedem neuen Jahrgang von Kruzianern, muss der hohe Anspruch künstlerisch erfüllt werden. Gleichzeitig muss der Chor, wie alle Kulturinstitutionen, um sein Publikum kämpfen, was er längst nicht nur mit kirchlichen, sondern ebenso weltlichen Konzertangeboten tut.

86.000 Konzertbesucher habe man in der vergangenen Spielzeit gezählt, so Kreuzkantor Martin Lehmann (53).

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Für die Konzerte in der Kreuzkirche verzeichne man steigende Zahlen, bezüglich der Auftritte in Gottesdiensten sei die Tendenz eher schwach.

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Der Kreuzkantor startet in seine fünfte Saison

Der Kreuzchor ist auf diversen Tourneen unterwegs.  © Martin Jehnichen

Der Kreuzkantor geht in seine fünfte Saison. Jährlich vergibt er Kompositionsaufträge für die Introitus der Kreuzchorvespern. Reiko Füting, der 1970 in Königs Wusterhausen, Südberlin, geboren wurde, heute in Manhattan lebt und selbst an der Dresdner Musikhochschule studiert hat, schreibt deren sechs.

Ein weiteres Auftragswerk kommt vom Österreicher Marcus Nigsch (55), der ein Gedicht von Novalis vertont.

Keine Saison ohne Großwerke. Brahms' "Ein deutsches Requiem" (15.11.) mit der Dresdner Philharmonie, Mozarts c-Moll-Messe im Gedenkkonzert mit der Staatskapelle (6.2.) oder, in der Karwoche, Bachs "Johannespassion", wieder mit der Philharmonie, stehen an, außerdem - im Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus - Florian Franneks "Bevor wir schweigen. Sieben letzte Briefe 1941-45", mit der Staatskapelle (27.01.). Gesetzt sind zudem Bachs "Weihnachtsoratorium", Weihnachtsliederabende und das Große Adventskonzert im Rudolf-Harbig-Stadion am 18. Dezember.

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Das neue Weihnachtsalbum "Lux Natalis - Christmas with Dresdner Kreuzchor" erscheint am 21. November. Obendrein ist der Kreuzchor auf diversen Tourneen unterwegs.

Stadt und Bürgerschaft stärken den Kreuzchor

Parallel zum Musikgeschehen wird der Vertrag zwischen Stadt und Kirchgemeinde neu justiert. Zusätzliche 108.000 Euro sollen dadurch an die Stadt fließen. Der Stadtrat entscheidet am 29. Oktober über die Novellierung des Rahmenvertrags.

Geld für den Chor kommt manchmal auch aus der Bürgerschaft. So freut sich der Kreuzchor über eine Nachlass-Großspende, woraus neue Instrumente angeschafft werden konnten.

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