Feuerwerk trotz Dauerregens: Wincent Weiss liefert Mega-Show am Dresdner Elbufer

Dresden - Aus einem "Hast du kurz Zeit?" ist ein "Sommer, der bleibt" geworden: Wincent Weiss (33) hat bei seinem Konzert am Dresdner Elbufer trotz strömenden Dauerregens ein ordentliches Feuerwerk gezündet - musikalisch wie wortwörtlich - und bleibt seinen Fans damit definitiv in Erinnerung.

Nach sieben Jahren Pause kehrte Wincent Weiss (33) endlich nach Dresden zurück.  © Eric Münch

"Wir scheißen auf das Wetter und ziehen das so durch, als wäre Sonnenschein", machte der Sänger gleich zu Beginn am Freitagabend vor seinen 12.000 Fans klar. Es sei die erste Show seiner aktuellen Sommertour, die im Regen stattfindet.

Die Fans ließen sich von dem schlechten Wetter nicht die Laune vermiesen, waren mit Capes und anderer Regenkleidung bestens für das zweistündige Konzert gewappnet.

Auch dem 33-Jährigen war der Regen egal. Nach den ersten drei Liedern ("Hast du kurz Zeit?", "Die guten Zeiten" und "Sommer, der bleibt") ging er zum ersten Mal an diesem Abend mit seinen Anhängern auf Tuchfühlung. Während er "Bleiben wir" sang, ließ er sich beim Crowdsurfing über die Menge tragen.

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Auf dem Weg zurück zur Bühne klatschte er mit zahlreichen Fans ab, von denen einige sich wohl nicht mehr die Hände waschen wollen.

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Die 12.000 Fans waren auf den Dauerregen bestens vorbereitet.  © Eric Münch

Generationsübergreifend feierten die Fans Wincent Weiss

Das Konzertareal bei den Filmnächten am Elbufer war ausverkauft.  © Eric Münch

Dabei bekam der Sänger einen guten Eindruck, wer im Publikum stand. "Ich sehe unter den Kapuzen mittlerweile verschiedene Generationen, die bei unseren Konzerten sind. Es gibt sehr junge Leute, die bei uns sind. Dann gibt es die, die schon etwas länger jung sind. Und dann noch die, die ganz schön lange jung sind."

Es sei unfassbar schön zu sehen, "dass mittlerweile drei Generationen mit uns feiern und Zeit mit uns verbringen. Ich hoffe, dass ein Großteil heute freiwillig hier ist", scherzte er.

Sieben Jahre hat es gedauert, dass Wincent Weiss zu den Filmnächten ans Elbufer zurückkehrte, wie er im Laufe des Abends immer wieder betonte. Um ihrem Idol von ganz vorn zuschauen zu können, standen die ersten Fans bereits ab 8.30 Uhr an.

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Doch Weiss fand während des ausverkauften Konzerts immer wieder Wege, seinen Anhängern in den hinteren Reihen sowie auf den Rängen nahezukommen. So hatte er eine Bühne mitten im Publikum, von wo aus der Sänger mit seiner Band Akustik-Versionen, beispielsweise von "An Wunder", spielte.

Eine junge Zuschauerin hielt daneben ein Plakat mit der Aufschrift "Tausche T-Shirt gegen Bild" in die Höhe. Den Wunsch erfüllte der Singer-Songwriter sofort und zog das selbst gestaltete T-Shirt direkt an.

Doch wer hoffte, seinen freien Oberkörper zu Gesicht zu bekommen, wurde enttäuscht. Denn während des Klamottentauschs ging das Licht aus.

Der Sänger freute sich über allerhand Geschenke, die ihm seine Fans mitgebracht hatten.  © Eric Münch

Wincent Weiss suchte immer wieder die Nähe zu seinen Fans

Der "Musik sein"-Interpret zeigte am Freitagabend mehrfach, dass er ein Star zum Anfassen ist.  © Eric Münch

Neu eingekleidet bahnte sich der 33-Jährige beim Lied "Unendlichkeit" schließlich den Weg zu den Rängen, wo er fast waghalsig auf dem Geländer balancierte und währenddessen seinen Song weiter performte.

So bekamen ihn auch die Zuschauer im überdachten Bereich aus nächster Nähe zu sehen - ein Star zum Anfassen, egal bei welchem Wetter.

Zum letzten Block seines Konzerts ging es dann wieder auf die große Bühne. Mit Flammenwerfer und rockigen Nummern wie "Flieg" und "Ja/Nein" heizte er noch mal ordentlich ein.

Die Dance-Nummer "Spring" kam für viele Fans, deren Kleidung vom Regen langsam durchnässt war, wahrscheinlich zum richtigen Zeitpunkt. Bei der gemeinsamen Choreografie mit der Band wurde einem wieder richtig warm fürs große Finale.

Natürlich durften abschließend seine größten Hits "Musik sein" und "Feuerwerk" nicht fehlen. Letzteres nahm man wörtlich und passend zum Takt stiegen Raketen in die Luft. Sie zeichneten das markante Doppel-W in den Nachthimmel.

Viele Fans dürften sich am Ende des launigen Sommerabends trotz intensiven Dauerregens gedacht haben: "Ich will, dass diese Zeit nur kurz für immer bleibt", wie Wincent Weiss zusammen mit allen Beteiligten auf und vor der Bühne lauthals sang.

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