Im Watzke läuft das Bier jetzt aus der Decke

Dresden - Bis zu 3000 Liter Bier gehen im Watzke am Goldenen Reiter an starken Wochenenden über die Theke. Bisher wurde das aus Fässern gezapft. Künftig fließt das Bier sozusagen von der Decke.

Das Watzke am Goldenen Reiter ist immer gut besucht.  © Petra Hornig

Im Februar begannen im Watzke die 1,4 Millionen Euro teuren Umbauarbeiten. Ein benachbarter Lederwarenladen war ausgezogen und die Chance zur Vergrößerung da.

"Unsere Küche war zu klein, um der Essensmenge gerecht zu werden, und nicht mehr auf dem Standard, wo Köche gern arbeiten wollen", erklärt Geschäftsführerin Nicole Rothenberger (42).

Nach fünf Monaten ist der Umbau nun fast geschafft - mit größerer Küche, neuen Kühlmöglichkeiten, einer modernisierten Theke und einem neuen Nebenraum mit 40 Sitzplätzen, der auch das Herzstück des Watzke beherbergt: das Bier.

Dresden Kultur & Leute "Mächtig geschwitzt": So erlebten die Kapellknaben ihren Besuch beim Papst

In fünf großen Edelstahltanks - jeder 350 Kilo schwer - lagern vier verschiedene Biersorten: Dresdener Hell, Pils, Altpieschener Spezial und ein wechselndes Monatsbier.

Anzeige
Braumeister Jens Berndt (37) ist froh: Statt schwere Fässer schleppen zu müssen, wird das Bier nun einfach per Schlauch getankt.  © Petra Hornig

Tanks hängen platzsparend unter der Decke

Der Dresdner Künstler Holger John (66, l.) ist Stammgast im Watzke am Goldenen Reiter.  © Petra Hornig

1000 Liter fasst jeder Tank. Zwei- bis dreimal in der Woche kommt ein Biertankfahrzeug, um die Tanks zu füllen.

"Das erspart uns viel Arbeitsaufwand, auch mit den Fässern, und wir müssen mit unseren Bieren in kein Kühlhaus mehr", beschreibt Braumeister Jens Berndt (37) die Vorteile.

Mittels Druckluft fließt das Bier vom Tank bis zur Theke, wo es gezapft wird. Berndt: "Kein Kellner muss mehr hinter gehen und ein Fass wechseln. 1000 Liter kriegen wir an einem Wochenende nicht leer."

Dresden Kultur & Leute Heisig-Gemälde zurück in Dresden: Militärhistorisches Museum präsentiert verschollenen geglaubtes Kunstwerk

Der Clou: Die Tanks hängen platzsparend unter der Decke. Um das Gewölbe des historischen Rathauskellers, der sich unter dem Raum befindet, zu schützen, wurden Stahlbetonträger im Fußboden und als Unterkonstruktion eingezogen. Diese tragen nun dieses etwa acht Tonnen schwere Gewicht.

Na dann, Prost!

Mehr zum Thema Dresden Kultur & Leute: