Dresden - Baba Jaga sagt "Goodbye" - nach insgesamt 675 Vorstellungen verabschiedete sich am Sonntag Rainer König (72) mit seiner Paraderolle der "Hexe Baba Jaga" vom Publikum. Rund 4200 Fans bejubelten in der Jungen Garde den vielfach angekündigten, aber nun wirklich allerletzten Auftritt der wundervollen Hexe aus dem russischen Märchenwald.
"Wir haben sogar Gastspielanfragen für 2027 abgesagt", bestätigt Theater-Sprecher Thomas Kaufmann (49).
Am 20. November 2005 schlüpfte Pantomime König zum ersten Mal ins glamouröse Zottelkostüm und begeisterte mit Schimpfkanonaden.
Nur einen Tag später traute der damalige Theaterleiter Jürgen Mai seinen Augen nicht, als er auf Arbeit kam: Von der Theaterkasse durch das gesamte WTC bis zur Haltestelle Freiberger Straße standen Menschen in einer Schlange, um Karten für "Baba Jaga" zu ergattern.
Rund 370.800 Zuschauer haben König in 21 Jahren in dieser Rolle und in sechs Märchen-Teilen erlebt - und geliebt.
Rainer König ist "sehr dankbar, dass ich das erleben durfte"
"Diese Rolle war einfach ein Riesenglück für mich", weiß Rainer König. "Ich bin sehr dankbar, dass ich das erleben durfte. Ich werde die Baba Jaga vermissen, freue mich aber ebenso auf die Zeit, die ich nun mit meiner Familie verbringen kann", sagt er mit einem lachenden und einem weinenden Auge.
Doswidanja, Baba Jaga - und danke für köstliche Unterhaltung!