Nach 25 Jahren! Pächterin der Dynamo-Tanke sagt Tschüß

Dresden - Dresdens bekannteste Pächterin verabschiedet sich von ihrer Kult-Tankstelle. Am 9. Dezember trinkt Simone Saloßnick (55) ihre letzte Tasse Kaffee in der Dynamo-Tankstelle an der Dohnaer Straße.

Simone Saloßnick (55) in der Dynamo-Tankstelle - ihre Tage hier sind gezählt.
Simone Saloßnick (55) in der Dynamo-Tankstelle - ihre Tage hier sind gezählt.  © Steffen Füssel

Nach über 25 Jahren als Tankstellen-Pächterin in Dresden und Hoyerswerda wechselt Simone Saloßnick die Seiten - sie wird ab Januar für den Hamburger Mineralölhändler Oil! Pächter in Sachsen und Thüringen betreuen. 

"Etwa 30 Pächter", nickt die tatkräftige Frau mit dem frechen Kurzhaarschnitt. Sieben Jahre lang war die zweifache Mutter das Gesicht der schwarz-gelben Dynamo-Tanke. 

Monatlich 200.000 Liter Kraftstoff flossen durch ihre drei Tanksäulen. Fast 150.000 Kunden fahren jährlich an ihre Kult-Tanke.

"Die Dynamo-Tanke ist von meinen insgesamt drei Tankstellen nicht die umsatzstärkste, aber meine liebste. Ich habe hier nicht nur Kraftstoff verkauft, sondern auch Fanartikel und Fußballtickets." 

Ein gelbes XXL-Herz aus Kunststoff "schlägt" zwischen den Zapfsäulen für ihre Lieblinge: Dynamo und den Dresdner Verein Sonnenstrahl, der sich um krebskranke Kinder kümmert. 

Die Dynamo-Tankstelle an der Dohnaer Straße.
Die Dynamo-Tankstelle an der Dohnaer Straße.  © Steffen Füssel
Erst 2016 hat Simone Saloßnick ihre Tanke komplett renoviert und aufgehübscht.
Erst 2016 hat Simone Saloßnick ihre Tanke komplett renoviert und aufgehübscht.  © Lutz Hentschel

Simone Saloßnick würde sich Abschiedsfete an der Tankstelle wünschen

Das Herz von Simone Saloßnick schlägt für die Kicker von Dynamo Dresden und die Kinder vom Sonnenstrahl.
Das Herz von Simone Saloßnick schlägt für die Kicker von Dynamo Dresden und die Kinder vom Sonnenstrahl.  © Steffen Füssel

Über 50.000 Euro hat Simone Saloßnick in den vergangenen Jahren durch Versteigerung von Dynamo-Trikots oder signierten Fanartikeln für die kleinen Patienten eingesammelt - für das Mutperlen-Projekt. 

Auch künftig bleibt sie für den Sonnenstrahl am Ball. 

"Das große Herz und meinen Firmenstempel nehme ich mit", schmunzelt Simone Saloßnick. 

"Und wenn es Corona zulässt, mach' ich auch noch eine Abschiedsfatsche mit Bratwurst und Glühwein." 

Danach übernimmt Saloßnicks Stationsleiterin Nicole Selle die schwarz-gelbe Kult-Tanke.

Titelfoto: Steffen Füssel

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