Dresden - Niklas Röder (30) brennt seit seiner Jugend für die Feuerwehr. Heute begeistert er als "niklas.on.fire" auf Instagram fast 150.000 Abonnenten und gibt Einblicke in seinen Berufsalltag. Begonnen hat seine Internet-Karriere dabei eigentlich eher zufällig.
"Ich habe bei Facebook einfach immer mal was für Freunde gepostet", erinnert sich der 30-Jährige, der aus Pirna stammt. Seine Leidenschaft hat er dabei in der Jugendfeuerwehr Graupa entfacht: "Meine Freunde und ich haben uns immer im Wald getroffen und dann sind sie immer los zur Jugendfeuerwehr. Dann bin ich mal mitgegangen. Und das war die beste Entscheidung meines Lebens."
Über die Freiwillige Feuerwehr führte sein Weg mit 16 schließlich zur Berufsfeuerwehr nach Berlin. Zehn Jahre Neukölln später verschlug es den Influencer 2023 wieder nach Sachsen zur Dresdner Berufsfeuerwehr.
Die Arbeit in den beiden Bundesländern unterscheidet sich dabei massiv: "In Berlin hat man eine stressige Grundsituation, sammelt aber auch in kurzer Zeit viel Erfahrung."
Auch der letzte Waldbrand in der Sächsischen Schweiz hat ihn bewegt
Was die Arbeit für ihn ausmacht? "Im Team ist man bei der Feuerwehr immer auf Augenhöhe. Außerdem wird das Improvisationstalent dauerhaft gefordert und gefördert. Jeder Tag ist eine Wundertüte."
Besonders berührend findet der "das 'Danke' von den Leuten, bei denen man beim Einsatz ist und die gerade einen richtig blöden und aussichtslosen Tag haben".
Auch der letzte Waldbrand in der Sächsischen Schweiz hat ihn bewegt: "Was für die eigene Heimat zu tun, ist ein schönes Gefühl. Und hier die Zusammenarbeit mit der Bevölkerung war der Wahnsinn. Es sind immer wieder Leute vorbeigekommen, haben Essen gebracht, oder sonst was." Außerdem immer an seiner Seite: Dackeldame Lotti (4).
Mit ihr teilt er seine zweite große Leidenschaft: das Jagen. So hat der Sachse bei der ersten Staffel von "7 vs. Wild" mitgemacht und produziert "Hunt to Survive".