Student Jonas Greif rast mit 500 PS ins Fernsehen

Dresden - Er gibt richtig Gas - nicht nur im Hörsaal, auch auf der Piste. Der Dresdner Student Jonas Greif (21) startet in diesem Jahr erstmals für das "ID-Racing"-Team im Porsche-Carrera-Cup der GT3-Rennserie. Das heißt: Es wird nicht nur schneller, anstrengender und teurer. Auf Jonas blicken auch Millionen Fernsehzuschauer!

Jonas Greif (21) im Porsche auf dem Motodrom Most. Die über vier Kilometer lange Strecke hat zwölf Rechts- und neun Linkskurven.
Jonas Greif (21) im Porsche auf dem Motodrom Most. Die über vier Kilometer lange Strecke hat zwölf Rechts- und neun Linkskurven.  © Michael Jurtin

"Mit dem Einstieg in die GT3-Serie geht für mich ein großer Traum in Erfüllung", gesteht Jonas, dessen Tourenwagen-Karriere vor zehn Jahren im Kart begann.

"Ich freue mich auf den Nervenkitzel. Die Rennen werden auf dem TV-Sender Sport1 übertragen und an der Strecke stehen bis zu 30.000 Motorsportfans. Das ist ganz neu für mich."

Noch im Vorjahr raste Jonas in der GT4-Serie über den Asphalt - mit dem Wechsel in die nächsthöhere Klasse hat er statt 420 nun mehr als 500 PS im Rücken seines Porsche. "Auf gerader Strecke kann ich so 40 bis 50 km/h schneller sein."

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Wie Jonas ins Ziel kommt, hängt von seinen Fahrkünsten ab, "denn alle 35 Fahrer des Porsche-Carrera-Cups fahren mit dem technisch gleichen Fahrzeug", erklärt Jonas.

Und ohne ABS und Traktionskontrolle wird es körperlich anstrengender, mental härter und die Rennsaison um das Vierfache teurer.

2021 fuhr der Sachse noch fürs Team "LechneRacing".
2021 fuhr der Sachse noch fürs Team "LechneRacing".  © Martin Trenkner
Das ist der über 500 PS starke Porsche, mit dem der Student in der Einsteigerwertung unter die besten Drei fahren will.
Das ist der über 500 PS starke Porsche, mit dem der Student in der Einsteigerwertung unter die besten Drei fahren will.  © Berthold Stein

Acht Renn-Wochenenden stehen im Terminkalender von Jonas Greif

Geschafft: Tourenwagen-Rennfahrer Jonas Greif fährt in der Saison 2022 in der GT3-Rennserie.
Geschafft: Tourenwagen-Rennfahrer Jonas Greif fährt in der Saison 2022 in der GT3-Rennserie.  © Martin Trenkner

Eine GT3-Saison kostet 250.000 bis 300.000 Euro.

Doch mit Finanzen kennt sich der angehende Wirtschaftswissenschaftler aus. "Seit ich 13 Jahre alt bin, suche ich selbst Sponsoren für die Rennsaison. Aktuell unterstützen mich 46 mittelständische Unternehmen - vom Kfz-Gutachter bis zum Maßschneider. 95 Prozent der Firmen kommen aus Dresden und Umgebung", sagt Jonas stolz, der mit sportlichen Erfolgen und Charme überzeugt.

Acht Renn-Wochenenden stehen in dieser Saison in seinem Terminkalender.

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"Ich freue mich besonders auf die heimischen Rennen" - auf dem Lausitzring (19.-21. August) und dem Sachsenring (23.-25. September).

Aber auch in Imola, Zandvoort, auf dem Hockenheim- und Nürburgring sowie auf Schumis Lieblingsstrecke, dem belgischen Circuit de Spa-Francorchamps, wird Jonas ordentlich Gas geben.

Titelfoto: Berthold Stein

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