Einrichtungen stehen vor dem Aus: Sondersitzung zur Jugendhilfe abgeschmettert

Dresden - Der Dresdner Kinder- und Jugendarbeit fehlen wichtige Fördermittel, Einrichtungen wie das "Moosmutzelhaus" in Löbtau stehen vor dem Aus.

Claudia Elle (40, Sozialpädagogin) und ihre Kollegen kämpfen um den Fortbestand des Moosmutzelhauses in Löbtau.
Claudia Elle (40, Sozialpädagogin) und ihre Kollegen kämpfen um den Fortbestand des Moosmutzelhauses in Löbtau.  © Holm Helis

Um einen Kahlschlag zu verhindern, beantragten mehrere Fraktionen eine Sondersitzung des Stadtrates. Diese wird vom Rathaus jedoch nicht zugelassen.

In der letzten Ratssitzung Mitte Dezember konnten sich die Stadträte nicht auf ein Rettungspaket für die Jugendhäuser einigen, die Entscheidung wurde vertagt.

Daraufhin sammelten die Linken gemeinsam mit SPD, Grünen, BSW und der PVP-Fraktion 14 Unterschriften von Stadträten - ein Fünftel der Stimmen im Rat.

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Genug, um eine Sondersitzung des Gremiums einzuberufen und die Gelder noch vor dem Jahreswechsel auf den Weg zu bringen.

Geld zur Rettung des Moosmutzelhauses erst Ende März verfügbar

Wenige Tage später entgegnete Oberbürgermeister Dirk Hilbert (54, FDP), die Sondersitzung könne nicht stattfinden, da das Thema bereits im Stadtrat behandelt worden sei und somit eine gesetzliche Sperrfrist greife.

Zudem bestehe keine Eile, da das Geld frühestens Ende März verfügbar wäre.

Vom Rathaus hieß es ergänzend, dass OB Hilbert das Thema regulär am 15. Januar 2026 in den Jugendhilfeausschuss und kurz darauf am 29. Januar in den Stadtrat einbringen werde.

Weil die beantragten Sondersitzungen frühestens im Januar möglich gewesen wären, entstehe durch deren Absage faktisch kein Zeitverlust, so die Verwaltung weiter."

Titelfoto: Holm Helis

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